Mittwoch, August 30, 2006


Lichtreinigung

Ist schon faszinierend, was die Wissenschaften so zustande bringen:
Mit Hilfe der sogenannten photolytischen Oxidation kann Luft von unangenehmen Gerüchen gereinigt werden. Dabei werden beispielsweise die Moleküle von Essensdämpfen in Kohlendioxid und Wasserdampf gespalten. Der Wandfarbe wird dazu kristallines Titandioxid zugemischt, an dessen Oberfläche der Sauerstoff aus der Luft zu so genannten OH-Radikalen reagiert. Diese Radikale spalten dann wiederum die Geruchsmoleküle auf. Damit das passiert müssen jedoch Elektronen aus dem Titandioxid herausgelöst werden, und das passiert nur mit Hilfe des Sonnenlichts.
Titandioxid ist korrosionsbeständig, preisgünstig und nicht toxisch.
Titandioxidkolloide werden bereits seit Jahren in Japan in zahlreichen Einsatzarten als schadstoffabbauende und entkeimende Katalysatoren erfolgreich zur Reinigung und Entgiftung von Raumluft und bei Flüssigkeiten eingesetzt. Hier kann man mehr dazu lesen: http://www.heise.de/tr/artikel/75349
Neue Farbe...frischere Luft...
bevor man jeoch die Farbe tatsächlich im Baumarkt kaufen kann, versuche ich´s vorerst mit meiner Kräuterernte *grins* , obwohl die ätherischen Öle in den Kräutern die Raumdüfte nur überdecken und nicht verschwinden lassen. Außerdem sind sie ja nur flüchtig, wenn man die Kräuter zerreibt oder in Wasser löst .
Und die Mär, das Lavendelsäckchen Motten vertreiben, glaube ich schon lange nicht mehr, seitdem ich trotz der Lavendelblüten wunderbare Löcher in meinem einzigen Kaschmirpullover hatte!

Sonntag, August 27, 2006





Kaninchenknast und Barthühnchen

Zur dörflichen Tradition gehören die Geflügel- und Kaninchenausstellungen, die jedes Jahr hier stattfinden. Seit wir hier im Jahre 1992 hergezogen sind, gehen wir hin. Heute begleitete mich sogar mein inzwischen erwachsener Sohn. Unsere ersten Seidenhühner haben wir dort von Züchtern gekauft, ist schon lange her. Leider hat sie der Habicht geholt, seit dieser Zeit halten wir keine Hühner mehr. Dabei gibt es so interessante Rassen., eines Tages werden Hühner wieder in meinem Garten scharren....

Wasserwanderung


Dinas Kneippsche Wasserwanderung muss hier natürlich auch dokumentiert werden. Jeden Morgen watet sie in ihrer phlegmatischen Bernermanier in das Fließ hinein, bleibt in der Mitte stehen, nimmt eine paar Schlucke Wasser und geht an der anderen Seite wieder heraus, nicht zu vergessen, dass am Uferrrand noch ein paar Happen Gras aufgenommen werden.

Morgentliche Spaziergänge sind obligatorisch, bis Juni immer mit zwei Hunden, jetzt wo mein Mäxchen gestorben ist, nur noch mit unser dicken Dina, einer neunjährigen Berner Sennenhündin. Heute habe ich die Digi mitgenommen, um eine besonders typische Stelle des Tegeler Fließes zu fotografieren. Jeden Morgen führt der Weg daran vorbei, jeden -fast- Morgen nimmt Dinchen ihr gewohntes Bad. Naja, sie geht nie tiefer als bis zum Bauchnabel in jedes Gewässer, ich habe sie noch nie schwimmen gesehen.

Das Tegeler Fließ bildet die rückseitige Grenze unseres Grundstückes.
Ich weiß gar nicht wie lange, aber das Fließ ist Naturschutzgebiet .
Ich zitiere mal: " Das NSG „Tegeler Fließtal“ ist ein naturnahes Fließ an der Ländergrenze.Das für dieses NSG namengebende Tal entstand eiszeitlich im Südwesten des Naturparks durch abfließende Schmelzwasser. Es überschreitet die Ländergrenzen zwischen Berlin und Brandenburg. Das Brandenburger NSG umfasst rund 775 ha. Von den Quellgebieten des Tegeler Fließes bei Basdorf und Zühlsdorf bis zu seiner Einmündung in den Tegeler See beträgt die Fließstrecke knapp 30 km. Zum überwiegenden Teil nimmt das Fließ einen natürlichen bzw. naturnahen Verlauf. Seine reiche Naturausstattung mit Quellen, Seen, Mooren, Riedern, Feuchtwiesen, Brüchern und naturnahen Waldgesellschaften machen das Fließtal besonders wertvoll hinsichtlich der Biotopvernetzung zwischen dem NSG Lubowsee, dem NSG Eichwerder Moorwiesen und dem NSG Köppchensee. Die gute Qualität des Fließgewässers demonstriert neben dem Eisvogel (Alcedo atthis) das Vorkommen von 10 Fischarten, die auf der Roten Liste stehen, darunter Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) und Quappe (Lota lota). "
Diese Tatsache bringt für alle Anrainer- in unserer Straße sind das allein etwa 15 Hausbesitzer-ein paar Probleme mit sich, so zum Beispiel wie eine Uferbefestigung auszusehen hat.

Montag, August 21, 2006

Von Katz und Maus
Seit sechs Wochen habe ich Logiergäste im Gewächshaus: zwei Degus, die eigentlich Schuldegus sind und demnächst wieder an meinen Arbeitsplatz, eben eine Schule, wieder zurückgebracht werden. Bisher haben sich immer Schüler gefunden, die sie in den Ferien betreuen, diesmal blieb mir nichts anderes übrig, diese Aufgabe selbst zu übernehmen. Mein Haus-und Gartenkater hat davon glücklicherweise nichts mitbekommen. Dabei ist er spezialisiert auf Mäuse, sogar Maulwürfe hat er schon erwischt. Er wusste offensichtlich nicht, dass sie unter Naturschutz stehen. Vielleicht wusste er aber auch, dass Degus nicht zur Gattung der Mäuse gehören, sondern zu den so genannten Trugratten. An Ratten, die im Fließ leben und um das Fließ herum (Kompost!) traut er sich nicht so recht ran!

Sonntag, August 20, 2006

Brandenburger Pfirsiche

Brandenburger Pfirsiche
Eben klingelt´s und der Nachbar bringt einen Sack mit superlecker aussehenden Pfirsichen. Es hat reiche Ernte gegeben . Was für ein Glück, dass wir nette Nachbarn haben!
Das Posten der Bilder bereitet mir noch einige Probleme, wieso kann man nicht zwei Fotos auf einmal posten... ich meine natürlich, wieso gelingt mir das nicht...man kann das bestimmt.... Ich versuchs´s jetzt einfach noch einmal mit neuem Posting. Die zarte Blüte der Begonie fehlt noch unbedingt hier!

Begonia grandis-winterhart


Begonia grandis, ich kann´s kaum glauben, ist tatsächlich winterhart in meinem Garten. Letztes Jahr gepflanzt, hat sie den schneereichen und auch recht kalten Winter überlebt und sich sogar ausgesät. Im Frühjahr kam sie sehr langsam in die Pötte, so dass ich befürchtete, die Versprechungen des Verkäufers hinsichtlich der Winterhärte würden doch nicht zutreffen.....jetzt blüht sie!
Allerdings werde ich sie beobachten, ob sie hier mit dem eigentlich recht kalkhaltigen Boden zurechtkommen wird. Begonien mögen´s ja lieber eher sauer!

Samstag, August 19, 2006

Ein Pseudonym


Carlina...
mein Pseudonym in den Gartenforen, zum Bloggen konnte ich´s leider nicht beibehalten.
Carlina blüht jetzt, ich nehme an, dass es sich um C. acaulis handelt, Schild habe ich wie so häufig verbummelt.Allerdings ist die einzige Blüte, des im letzten Jahr gepflanzten Exemplars, nicht so ausgeprägt."Carlina" von lateinisch "cardulina", was kleine Distel bedeutet. Gelesen habe ich aber auch, dass der Ursprung des Namens auf Karl den Großen hindeutet, weil die Pflanze in seinem Heer ein Mittel gegen die Pest gewesen sein soll.
Kann ja was dran sein, das Rhizom enthält Carlinaoxid, das antibakteriell wirken soll. In der Volksheilkunde wurde sie allerdings als harntreibendes Mittel und für die Tiermast und als Brunstpulver(Eberwurz) verwendet.
Mein Gartenboden ist sandig, außerdem kalkhaltig, gute Voraussetzungen für die Pflanze, die als Wildpflanze im Gebirge vorkommt und auch nur dort die bekannten "sitzenden" Blütenkörbe ausbildet. Allerdings habe ich feststellen müssen, dass sie nicht besonders langlebig ist. Nach zwei ,drei Jahren verschwindet sie plötzlich, leider ohne sich vorher zu versäen.
Witzig finde ich eine Angabe zur Ausbreitung der Früchte, der losgelöste Korbboden mit den verbliebenden Früchten verbreitet sich als "Steppenroller". Da habe ich gleich das Bild der Steppenroller in den einschlägigen Western vor Augen. Ist das die korrekte Bezeichnung dafür, dass der Wind nicht nur Achänen mit dem Wind verbreitet, sondern sogar den gesamten Blütenstand?

Mittwoch, August 16, 2006

Auf die Blögge...fertig...los....


Auf die Blögge, fertig......
jetzt auch noch ein Blog, dabei ver(sch)wende ich schon soviel Zeit für digitales Gärtnern in den diversen einschlägigen Foren....Ob ich mich der Technik zurecht kommen werde? Ich hab´s bereits einmal versucht und meine ersten Zeilen für immer im Nirwana der virtuellen Welten versenkt... Also noch einmal.
Mein erstes Posting in einem Gartenforum war eine Anfrage Tithonia rotundifolia betreffend. Da sie inzwischen wieder zu einer stattlichen Sommerblume herangewachsen ist, werde ich einfach mein erstes Blogging ihr widmen.
Ursprünglich kommt die Pflanze aus Mexiko, wo sie wohl auch ausdauernd ist und sagenhafte Höhen von 5 m erreichen soll. Das würde ich gerne mal vor Ort sehen.In meinem Garten erreicht sie immerhin auch über 2m und sieht mit ihren orangefarbene Blüten tragenden Verästelungen eher aus wie ein Strauch, denn wie eine Sommerblume. Sie ist ein Magnet für Hummeln, ab und und zu sieht man auch einen Schmetterling. Die grelle orangerote Farbe ist sicher nicht jedermanns Sache, ich muss zugeben, sie erinnert mich auch an wenig an die BSR (Berliner Stadtreinigung *grins* fährt in entsrechender Farbe). Es gibt die Pflanze auch in Sorten, eine heißt sinnigerweise "Torch" hat orangefarbene Zungenblüten und eine gelbe Mitte, die andere "Goldfinger" soll zart orangefarben sein und auch nur 75 cm hoch werden.
Bei meinem Gartenexemplar muss es sich wohl um die Fackel handeln, an einen Sortennamen beim Kauf der Jungpflanze 2003 in einer Gärtnerei kann ich mich nämlich nicht erinnern. Seit dieser Zeit ziehe ich sie aus Samen. Die Keimung erfolgt immer im Zimmer auf der Fensterbank, meistens läuft dann noch die Heizung.Sie geht auch erst sehr zögerlich nach ca. vierzehn Tagen auf, die Sämlinge erscheinen nach und nach.

"Bringet mich wieder nach Hause..."

  »Hinaus in die Ferne, for'n Sechser fetten Speck, den eß ick jar zu jerne, den nimmt mir keener weg, ...