Freitag, Februar 22, 2013

Blogpause


Bevor mein Vater plötzlich am letzten Freitag siebenundachtzigjährig  verstarb, hat er noch Bäumchen gesät.
Sie sind wohl kurz vor seinem Tod aufgegangen...die Tannenbäume in der Dose. Ich werde sie in einem Wald auspflanzen.
Am nächsten Samstag wird mein Vater seine letzte Ruhe  in einem Friedwald finden.

Dienstag, Februar 12, 2013

Snap - noch ein Buntspecht


...snap sagen die Engländer, wenn zwei dasselbe sagen oder haben. Diese Redewendung stammt wohl von einem Kinderkartenspiel namens 'snap', das so ähnlich wie Memory funktioniert: Wenn zwei der gleichen Motive auftauchen, rufen die Spieler 'snap' und der Schnellere bekommt alle bis dahin umgedrehten Karten.
Okay ich bin mit meinem Buntspechtmotiven etwas später dran als Elke, aber ich rufe ihr trotzdem 'snap' zu.
Für 'meine' Amseln, die immer gierig die Reste der Futterspender vom Boden aufsammelten, habe ich inzwischen einen Teller mit Sonnenblumenöl getränkten Haferflocken und Rosinen aufgestellt, die sie begierig in Nullkommanichts auffressen. Teilweise befinden sich bis zu acht Amseln hier und streiten sich in ihrer typischen Art und Weise um diesen Teller.
Neulich konnte ich aber auch diesen Specht daran beobachten, der also auch in den Lage ist anders als hackend Nahrung aufzunhemen.
Aber auch die Nahrungsreste am Boden interessierten ihn durchaus.
Seine Lieblingshaltung ist aber eher an den Meisenknödeln, wo ich ihn und einen weiteren Kollegen ( oder isses eine Kollegin ?) regelmäßig beobachten kann.


Sonntag, Februar 10, 2013

Manchmal bringt die Dorothee..

...uns den allermeisten Schnee., besagt eine alte Bauernregel. Und seit ca. drei Tagen gibt es hier auch wieder Schnee, wenn ich auch nicht behaupten kann, dass es der 'allermeiste' ist.  Die heilige  Dorothea ist übrigens  die Schutzpatronin der Gärtner, Blumenhändler, Bierbrauer, Bergleute, Bräute, Wöchnerinnen und der Neuvermählten ! Wahnsinn, wen diese Heilige alles zu betreuen hatte.


Wie dem auch sei, ich bin froh, dass in diesen frostigen Nächten meine Pflänzchen dank Dorothea durch eine feine Schneedecke geschützt werden!

 

Gestern sah der Himmel über dem Fließtal geradezu dramatisch aus, Sonne und dunkle Wolken am selben Himmel luden zu einem ausgedehnten Spaziergang mit Hund ein.  Wir entschieden uns für den Löwenzahnpfad  zu den Schönerlinder Teichen, an dem ich immer einzigartige Naturbeobachtungen machen kann, besonders dann, wenn ich die Kamera nicht dabei habe ;-) Diesmal hatte ich sie dabei, allerdings ließen sich weder die Silberreiher , noch die Seidenschwänze sehen, die ich dort mal habe beobachten können.
Es war jedoch  festzustellen, dass Brandenburg windparktechnisch aufrüstet, die Windräder rund um das Klärwerk Schönerlinde hinter dem Autobahnring waren mir bisher noch nicht aufgefallen. Wann sind die dann da so unbemerkt aufgestellt worden?



Der Blick gen Osten zeigt, dass auch im platten norddeutschen Landen es überhaupt kein Problem ist, Berge entstehen zu lassen, die schroff und zerklüftet wie die Alpen aussehen können, dem Berliner Schutt sei dank! Obwohl die Schuttdeponie noch in Betrieb ist, finden besonders am Wochenende freche Einheimische immer wieder Zugang, um von oben die Aussicht zu bewundern oder auch für andere Zwecke zu nutzen.


Wir befanden uns aber vor dem S-Bahn Ring an den Schönerlinder Teichen um die herum der Löwenzahnpfad verläuft. Auf der Insel ( Foto), wo ich vor ein paar Tagen noch einen Silberreiher beobachten konnte, war gar nichts... der See war auch inzwischen wieder fast zugefroren, da gab es vermutlich nichts zu fangen für den Reiher.






An anderer Stelle hielten zwei Eisbrecher in Form von Höckerschwänen das Wasser offen, die sind aber sommers wie winters dort. Das ist ihr Brutrevier.


Auch ein paar Wildgänse waren auf dem Gewässer zu beobachten



Hund blieb unangeleint dicht an Herrchens Seite. Sammy ist höchst gehorsam, wenn er mit uns um den mit Powerzaun umgrenzten Naturschutzgebiet spazieren geht. Zwei Kontakte mit dem Zaun blieben in nachhaltiger Erinnerung.


Die Schönerlinder Teiche werden von Wasserbüffeln und Koniks 'gepflegt', die allerdings von den dort massenhaft wachsenden Kardendisteln und  Kletten nichts halten., wohl aber die Stieglitze/ Distelfinken , die ja auch meinen Garten eifrig besuchen. Solche Rückzugsräume wie am Berliner Stadtrand sind sicherlich ein Grund für die Artenvielfalt, die ich miterleben darf!


Wer frisst eigentlich Klettensamen? Sicher auch die Distelfinken, vielleicht sollte ich ja einfach mal Früchte mitnehmen und sie aufhängen um zu sehen, was passiert. Im Gelände um die Teiche sehen die Großen Kletten jedenfalls unberührt aus, und ließen sich gerne von Sammy herumtragen...



...oder schmückten die Frisuren der Koniks, die wir dort antrafen. Als die Wildpeferde Sammy und uns sahen verhielten sich die meisten Stuten völlig gleichgültig bis neugierig und kamen sogar heran, nur eine ließ einen merkwürdigen Brummton hören und setzte sich in Trab.Wie ich dann erkannte in Richtung ihres Fohlens vom letzten Jahr, das sich etwas weiter von ihr entfernt hatte.

Nachlesen ergab, dass"wildlebende Pferde  hauptsächlich mit Hilfe von Körpersprache sowie Schnaub- und Brummgeräuschen verständigen Sie wiehern kaum, da dies Fressfeinde auf sie aufmerksam machen würde." ( Wikipedia)


Samstag, Februar 09, 2013

Fast vor der Haustür

Da fährt man über eine Stunde zum Singschwangucken, und stellt bei einer Fahrt ins Umland fest, sie rasten auch hier.

Bei einer Hausbesichtigungstour mit Freundin E. trafen wir sie auf der Strecke Liebenberg nach Oranienburg auf einem Maisacker an.  E. hatte ihre Kamra parat, bei meiner war der Akku leer...toll.


Als sie wegflogen , hat E. das ganze Schauspiel in einer Serie festzuhalten, die ich mal in ein GIF umgewandelt habe.


Da lag noch kein Schnee......

Donnerstag, Februar 07, 2013

Singschwäne unter strahlend blauem Himmel

Der Tag gestern begann  strahlend hell  und sonnig.  Genau das erhoffte Wetter für den Ausflug mit Freundin E. und Hund Sammy an die Oder zum inzwischen schon fast obligatorischen Singschwangucken im Februar.Vom nördlichen Berliner Stadtrand braucht man etwas über eine Stunde bis nach Criewen, dem Ort, wo auch das 'Zentrum' des Nationalparks ist, ebenfalls Ort des Besucherinformationszentrums.


Bei unserem Gang über den Deich war ich überrascht sofort jede Menge dort rastender Wasservögel entdecken zu können. In den Vorjahren musste man immer ein wenig den Deich entlang wandern., um zu ihren Ruheplätzen zu gelangen.


Vor lauter freudvoller Aufregung habe ich offenbar völlig falsche Einstellungen für die blendende Sonne diese Morgens an meiner Canon gewählt , das zunächst gar nicht bemerkt...entsprechend bescheiden sind die Fotoergebnisse. Und außerdem habe ich mir immer noch nicht für eines von den Landeiern empfohlene Stativ entscheiden können....


Im unteren Odertal halten sich vor allem in milden Wintern jede Menge gefiederte Wintergäste auf,  verschiedene Wildgänse, Seeadler und eben die geheimnisvollen Singschwäne ( Die Germanen glaubten an die Verwandlung von Jungfrauen in weissagende Schwäne, bei den Griechen hielten sie für  Orakeltiere....so nach der Devise...mir schwant Übles...).


Den Namen tragen die Vögel  wegen ihres glockenartigen Rufes, der englische Namen 'trumpet swans' klingt ein wenig profaner. Er ist etwa so groß wie die bekannten Höckerschwäne, nur der Schnabel ist gelbschwarz  und die Haltung des Halses auffallend gerade und nicht s-förmig wie beim Höckerschwan. Zum Brüten zieht der Schwan wieder zurück ins nördliche Europa, es soll aber inzwischen auch Brutpaare im Spreewald und der Lausitz geben.

Singschwäne ( Cygnus cygnus)
An diesem Morgen trafen wir verhältnismäßig wenige Singschwäne an, nur ein paar Singschwanfamilien mit ihren Kindern im noch grauen Jugendkleid. Singschwäne werden erst im Alter von vier Jahren geschlechtsreif und werden offenbar mit jeder Mauser weißer.


Laut Broschüren im Nationalparkzentrum kann man im unteren Odertal im Winter bis zu 1500 Singschwäne zählen. Wir allerdings nicht, ich vermute die waren gerade dabei ihr Frühstück einzunehmen, und haben die Ruheplätze in den Oderpoldern mit den landwirtschaftlichen Nutzflächen der Umgebung getauscht um dort zu weiden.

Dafür konnten wir haben Massen von Saatgänsen beobachten, oder sind das Blessgänse? Beide Arten sollen hier ebenfalls Wintergäste sein.


Am 15. Februar sind hier die sogenannten Singschwantage,  die inzwischen das siebente Mal stattfinden ,  könnte man dann mit Experten herumwandern und dort gibt es dann sicher noch genauere Informationen zu allen Wintergästen hier.
Flugformation Enten

Fliegende Gänse

Dienstag, Februar 05, 2013

Vorvorfrühlingsgefühle



Heute morgen hatten wir doch tatsächlich blauen Himmel , ohne Regen, wenn auch mit einem Wind, der aus Blaumeisen Haubenblaumeisen machte. Das lockte mich auch vor die Tür um mal zu schauen, was denn die Frühblüher im Garten so treiben.


Okay, der italienische Aronstab ( Arum italicum) ist zwar kein Frühblüher, steht aber unter der Haselnuss mit seinen grünen Laubblättern da, als ob niemals Minustemperaturen gewesen wären. Ein Phänomen auch, dass kein vorwitziges Schneckchen an ihm nagt , kein Pilz sich breit gemacht hat, wie an einigen meiner Christ- und Lenzrosen.








Bei manchen Exemplaren der Lenzrosenhybriden liegen die Laubblätter platt in einem Kreis am Boden. Besser wär's, wenn diese Blätter die treibenden Blütenstände schützten., denn der Winter ist noch lange nicht zuende. Vielleicht sollte ich sie wirklich mal aufbinden, wie es in meinem Helleborus-Buch empfohlen wird.



Den Schneeglöckchen macht dieser wechselhafte Vorfrühlingsstart nichts aus,  sie welken nicht wie die zarten Stängel der Helleborusblüten. Mal sehn, wie die Blüten des Alpenveilchens es überstehen, das ich erst im letzten Jahr gepflanzt habe.


Auch die Winterlinge schieben ihre Blüten aus dem Boden, wenn ich auch lange noch nicht solche Teppiche vorweisen kann , wie auf Elkes Seite zu bewundern ist.


Mein Chimonanthes praecox ( Chinesische Winterblüte) ist noch in Wartestellung, aber es dauert nicht mehr lange, dann wird auch sie blühen.


Mein persönlicher Vorfrühlingshingucker sind aber immer die Krokusse, die sich durch den braunen Teppich aus abgestorbenen Blättern durcharbeiten. Aber bisher ist da noch gar nichts zu sehen.


Dieser barune Teppich bleibt in meinem Garten auch noch sehr lange liegen, denn mein Herz schlägt nicht nur für die strahlenden ersten Blüten des Frühlings, sondern auch für Marienkäfer und andere nützlichen und unnützlichen Lebewesen meines Gartenbiotops, die dort in Winterstarre ruhen.
 Und für die Amseln, Rotkehlchen. Zaunkönig ,Buchfinke, die dort regelmäßig auf Nahrungssuche sind...


Die Strauchpfingsrose sieht sehr unordentlich aus, da haben die letzten stürmischen Nächte leider nichts daran geändert. Die abgestorbenen Blätter kleben fest an den Ästen. Den werde ich mir  wohl  als erstes vornehmen um ein wenig klar Schiff zu machen. Und die Wisterie wartet auch auf den späten Winterschnitt.


Allerdings muss ich da noch einmal genau nachlesen, was ich beim letzten Winterschitt wohl falsch gemacht haben könnte. Vorletztes Jahr gab's danach nämlich keine Blüte, deshalb hatte ich mir den Winterschitt im letzten Jahr erspart, und die Blüte war wieder im Frühjahr darauf annehmbar.



"Bringet mich wieder nach Hause..."

  »Hinaus in die Ferne, for'n Sechser fetten Speck, den eß ick jar zu jerne, den nimmt mir keener weg, ...