Freitag, Juni 26, 2015

Sommerbeginn


In dieser Zeit des Jahres überschlägt es sich immer...im Garten, wie auch beruflich. Und Zeit zum Bloggen habe ich dann eigentlich auch nicht so recht. Aber ein paar Fotos der diesjährigen spektakulären Rosenblüte sollen doch sein.Und ein paar Fotos der ausklingenden Pfingstrosenblüte gibt es auch noch.

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Wie prophezeit, ist hier jetzt auch hier die bereits von mir gleichzeitig gefürchtete und herbeigewünschte Regenzeit ausgebrochen.  Der Gartenboden braucht den Regen, aber manche Stauden sind leider nicht darauf eingerichtet, will heißen, ihre Blüten sind gefüllt und groß. Und wenn ich als Gärtnerin nicht stütze und pflege, dann brechen eben auch Äste einer eigentlich stabilen Strauchrose ab, und die weichästigen Rosen beugen sich zum Boden. Sie sind völlig überfordert ihre Blütenfülle aufrecht zu erhalten, und durch die aktuellen schweren Regengüsse zusätzlich belastet, so dass selbst eine namenlose ADR-Rose ( nur das weiß ich noch von ihr) versagt.          
   


Mein GG hat bereits notdürftig und nicht unbedingt stilvoll seinen Lieblingsrosenstrauch 'Maiden's Blush' mit einem Metallpfahl gesichert. Wir müssen uns irgendetwas einfallen lassen, wie man einigen der alten Rosen hilft . Die im Handel  erhältlichen Stützen erfüllten bisher nicht unsere Wünsche....jedenfalls die die erschwinglich sind.



Einen weiterer Strauch 'Duchesse de Montebello' , der trotz Stütze immer wieder auf den Ducrhgangsweg kippt, sieht nach einer Notfallbehandlung aus wie eingewurstet. Seine eleganten Blütentriebe kommen so überhaupt nicht zur Geltung...aber der Zweck heiligt die Mittel. Wir können jetzt immerhin ohne nass zu werden, den Weg benutzen.

Die Fotos der Staudenpfingstrosen sind noch vor den Regenschauern fotografiert worden, da haben die meisten noch ihre Blüten balancieren können.


Donnerstag, Juni 11, 2015

Jane und die Bienen


Am Dienstag wollte es ein glücklicher Zufall, dass ich meinen Nachmittag im Botanischen Garten Berlins verbringen durfte....und erleben konnte, wie die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall in einem relativ kleinen Kreis aus reichlich Journalisten, einiger Schüler und  offenbar Mitgliedern des Jane-Goodall- Institutes Deutschland ein 'Bienenhotel' einweihte.

Dieses Bienenhotel ist im Rahmen eines ihrer 'Roots and Shoots Projekte' entstanden. So wie ich das verstanden habe, ging die Initiative für den Bau des 'Bienenhotels' von einem Berliner Physiker aus, der dieses Bienen-Modellprojekt des Jane Goodall vorgestellt hatte, die es dann in ihr 'Roots and Shoots' Projekt aufgenommen hat. Ich hatte zunächst angenommen, dass das Bienenhotel von Schülern gebaut worden war, aber wenn ich den TAZ Bericht richtig interpretiere, hat das ebenfalls der Phsiker aufgebaut und es dem dem BoGa-Berlin als Beobachtungsort zur Verfügung gestellt hat. Die TAZ berichtetete und der rbb sendete dazu.



In Berlin gibt es erst zwei 'Roots&Shoots' Gruppen und Jane Goodalls Projekte bedürfen offenbar noch mehr Öffentlichkeitsarbeit. Jane Goodall engagiert sich global: 'Mit zehntausenden Mitgliedern in fast 120 Ländern verbindet Roots & Shoots Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, die den gemeinsamen Wunsch haben, eine bessere Welt zu schaffen' . 
Am Abend gab es dann noch eine Benefizveranstaltung , wo die einundachtzigjährige Britin einen weiteren Auftritt für ihr Programm  hatte. Im Link vom Rbb gibt es ein Interview mit ihr.

...und mir ist es geglückt mit dem Handy ein paar ihrer Worte aufzuzeichnen. Sie würde uns mit einer anderen Sprache begrüßen wollen, was sie auch tat. Leider habe ich diesen Moment mit meiner Handy-Aufnahme verpasst....die Sprache war die ihrer Lieblingsforschungsobjekte ;-)

Sonntag, Juni 07, 2015

Sommer ist die Zeit....


unbekannte alte Strauchrose, im Hintergrund Syringa Syringa x prestoniae
Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war, sagte Mark Twain... recht hat er. Und kaum hat der Juni richtig begonnen, geht's sommermäßig richtig zur Sache. Gestern stieg das Thermometer auf 30°C . Puh, das war wirklich zu heiß, um endlich die Gartenarbeiten in Angriff zu nehmen, für die es bisher zu kalt war. Selbst nachts bleiben die Temperaturen plötzlich im zweistelligen Bereich. Das hatten wir bisher noch nicht.
Und meine Befürchtungen, dass Gewitter und Starkregen die Staudenpfingstrosen plätten, trafen auch nicht ein. Es bleibt weiter viel zu trocken hier.
Die Gräserlandschaft auf dem Anbau verdorrt, aber die Rosen dort kommen wenigstens endlich in Fahrt. Ihre Wurzeln reichen tief genug um Wasser aufnehmen zu können. Wenn ich aus dem Fenster schaue,  umrahmen zwei große Strauchrosen den Blick nach draußen.

Ghislaine de Feligonde
Ghislaine auf Grasdach liegend...







Links die alte Strauchrose hat ihre magentafarbenen Blütenkaskaden aufs Dach gelegt und von rechts wächst 'Ghislaine de Feligonde' fast ins Fenster. Viele Blüten sind voller Blattläuse, aber justals ich aus dem Fenster schaute, konnte ich einen Zilp-Zalp beim Ernten der Blattläuse beobachten. Das Problem Blattläuse erledigt sich hier grundsätzlich immer von 'selbst'. Da habe ich noch nie etwas dagegen unternommen.


Obwohl ich schon etliche Versuche unternommen habe, den Namen der duftenden Rosenschönheit nachträglich herauszufinden...mit Hilfe einschlägiger Seiten... ist mir das bis heute nicht gelungen.
Die Rose hatte ich vor Internetzeiten gepflanzt, wenn ich mich nicht irre, hatte ich sie mal aus Sangerhausen gekauft.


Der spät blühende Flieder im Hintergrund gehört zu den Preston- Fliedersorten. Das sind Hybriden aus Syringa villosa und Syringa reflexa.  Er blüht immer zusammen mit den Rosen, hat einen schönen aufrechten Wuchs, die Blütenrispen stehen dicht aneinander.


Eine der wenigen Austin- Rosen, die hier die Winter überlebt haben 'Golden Celebration'  blüht dieses Jahr mit mehr als drei Blüten. Was für ein Wunder ;-) Vor über einem Jahrzehnt hatte ich mir mal ein paar Rosen von der Insel mitgenommen, die fast alle in der Zwischenzeit das Zeitliche gesgnet haben. Das Foto habe ich vom Dach aufgenommen, auf das ich wegen einer Nahaufnahme geklettert bin.


Hier vorne hat auch eine weitere wunderbare alte Rose bereits eine (!) Blüte geöffnet.Auch da weiß ich nicht mehr den Namen. Erst eine ähnlich ausssehende Rose eines Fotografen bei G+, hat mich auf eine heiße Spur gebracht, es könnte sich vielleicht um 'Belle Isis' oder 'Duchesse de Montebello' handeln.

Für Belle Isis, die nur einen Meter hoch werden soll, ist meine aber viel zu hoch, außerdem ist das Rosa der Blüte nicht nach innen abgedunkelt, wie beschrieben. Die Duchesse wächst höher , das käme eher hin. Der überhängende gesunde Wuchs, die volle Blüte in jedem Jahr und der sensationelle Duft treffen auch auf meine alte Rose zu.

Im hinteren Teil des Gartens blühen meine Neuanschaffungen, d.h. diese kräftige Rose in Aprikosenfarbe, die sich beim Verblühen nach rosa verändert, war der Wunsch meines Mann...witzigerweise heißt die 'Chippendale', was mich nicht unbedingt an den Möbel-Designer aus dem 18. Jahrhundert erinnert...der übrigens auch wie mein GG aus Yorkshire stammt.


Deren Namen werde ich wohl nicht so schnell vergessen....Vorletztes Jahr auf dem Bioland-Rosenhof an der Oder gekauft, scheint sie wirklich das zu sein, was sie verspricht...kräftig und gesund, und sie blüht sogar zwei Mal, und duftet leicht zitronig, wie ich finde. Mal sehen, wie hoch die noch wird. Momentan ist sie höchstens 80 cm.
Dieses Jahr hat die Rosenrollwespe wieder zugeschlagen, ich möchte wirklich mal wissen nach welchen Kriterien die sich die Blätter aussucht. Neben unser Eingangstreppe stehen zwei hochgewachsene Strauchrosen, wirklich Laub an Laub, dennoch ist nur die Austin-Rose betroffen, die namenlose ( von Kordes?) zeigt kein einziges Rollblatt.


Gesundes Laub








Heute morgen gab's gärtnerische Tipps zum Thema Rose in der MDR Gartensendung, natürlich kam auch die Bekämpfung der Rosenrollwespe zur Sprache. Empfohlen wurde alle Blätter einzusammeln und im Hausmüll zu entsorgen. Wenn ich das mache, ist die Rose nackt.  Im Link der Webseite lese ich allerdings auch die Empfehlung den Strauch radikal zurückzuschneiden.


Natürlich geht es auch bei den Strauchpfingsrosen los, aber bei den meisten sind es nur einzelne Blüten, die aufgegangen sind. Nur an 'Bowl of Beauty' , von der ich zwei habe, blühen alle Blüten an einem vollsonnigen Standort.

'Bowl of Beauty'



Momentan übe ich Nahaufnahmen an den bizarr gebauten Blüten der Tradescantia und der Schaben-Königskerze. Beide haben kleine puschlige Staubblätter, und es ist ziemlich schwer sie in der richtigen Schärfenebne zu erwischen.

Etwas schräg gewachesen Verbascum blattaria...unter einer Rose
Tradescantia virginia hat sechs Staubblätter, die mit langen, violetten Haaren besetzt sind. Diese kleinen Puschel sieht man nicht erst auf den ersten Blick, erst im Makro erkennt man die Besonderheit. Die Dreimasterblume ist  auch eine der Stauden, die völlig aus der Mode gekommen ist. Vermutlich weil sie im Garten fast lästig werden kann, wenn man nicht aufpasst und sie nicht rechtzeitig abschneidet; sie versät sich nämlich sehr gerne überall.


Mich erinnert sie an Karl Foerster,  der ja dafür bekannt war,seine Gewächse auch gerne in Vasen zu dekorieren.

Dienstag, Juni 02, 2015

Übergänge


Die Blüh-Höhepunkte des Monats Mai sind vorbei: Strauchpfingstrosen, Flieder,Wisterien vergehen, verbräunen und verstreuen Blütenblätter. Der Juni hat begonnen, ich warte jetzt auf die Rosen und Stauden-Päonien. Und wie jedes Jahr um diese Zeit, scheint es dem Wetter einzufallen, dass der Brandenburger Sand mal wieder Regen braucht. Ich hatte inzwischen ein paar mal wässern müssen, so trocken war es.....obwohl ich  sowieso nicht dazu neige, meine Stauden mit Dauerwässerung zu verwöhnen, um 'britische' Staudengartenfülle zu erreichen. Deshalb bin ich froh, dass wir hier ein paar sanfte Regengüsse hatten, noch keinen von diesen Starkregenanfällen, die unsere Region immer mal wieder treffen.
Und wie jedes Jahr habe ich vergessen rechtzeitig die Staudenpfingstrosen zu stützen,...und wie jedes Jahr werde ich das schnell noch nachholen...ich sehe schon die toplastige 'Sarah Bernhardt' wieder gen Boden sinken.

'Papaver orientalis'- ein weißer Staudenmohn ist der erste Leid tragende des Regens, denn er blüht jetzt schon.

Wieso die Blüten beim Austrieb leicht rosa angehaucht sind, weiß ich auch nicht. Ist mir zum ersten Mal aufgefallen.


Der schwarze Blütenstaub ist nicht wasserfest, fällt mir auf, wie eine feine Dame deren 'Make-up' im Regen verwischt.

Mein GG , der gerade ( Neurentner!) dabei ist den Giersch an dieser Stelle zu eliminieren, hat sie etwas streng aufgebunden um zu verhindern, dass sie das erste Opfer des Regen ist und wohl auch um sie bei seiner Schwerstarbeit nicht zu beschädigen.


Rosa woodsii, mein alter aus Samen gezogene Wildrosenliebling blüht als zweite Rose in unserem Garten...und diesmal besonders schön! Sie trotzt allen Unbillen dieses Gartens und fängt plötzlich an wild zu werden. Überall tauchen Ableger auf. Merkwürdig, dass Wildrosen, das immer erst nach mehreren Jahren machen, so war das bei R. pimpinellifolia 'Double White'  auch. 


Die Blüten sind immer sehr beliebt bei Käfern, irgendwelche kleinen Blattkäfer fressen Löcher in die Blütenblätter und dieser hier hat  ganze Arbeit bei den Staubblättern geleistet.

Phyllopertha horticola

Hier sind gleich zwei Käfer untersegs, und es sieht so aus als ob der Gartenlaubkäfer so gierig war, dass er gleich die Staubblätter kurzerhand abgefressen hat. Da sage mal jemand, dass sich einheimische Insekten nicht für ausländische Gewächse interessieren.


Die Kletterhortensie ist ebenfalls kurz vor der Blüte, es fehlen nur noch ein, zwei warme Tage und vor allem auch wärmere Nächte als zuvor, dann geht's wirklich Richtung Sommer.  Regen brauchen wir auch, aber auf die häufig dann hier zuschlagenden Wärmegewitter könnte ich dabei aber durchaus verzichten.
Mein Rentner ist ebenfalls dabei den Terrassenanbau fortzusetzen. Momentan ist sie Warteraum für meine Kübelpflanzen, die ich dann irgendwann, wenn es auch hier richtig losgeht in den Garten stzen kann. Die überwinterten Geranien hatte ich mich bisher noch nicht getraut rauszutragen, weil sie unter dem geschützten Anbau stark ausgetrieben hatte. Die kalten Nächte wollte ich ihnen noch nicht zumuten. Dort steht auch neben Leitern und Zementsäcken eine alte Clivie, die sich so wohl dort fühlte, dass sie zum zweiten Mal blüht.

In Warteposition außerdem vorgezogene Honigmelonen, Gurken und Rosenkohl. Viel zu viel wie immer, da werde ich wohl etwas verschenken.
Möge der Sommer beginnen.....

Nachschlag: mein pflegeleichtes Dachbiotop vergesse ich immer. Dabei ist dort die Blüte in vollem Gange. Bei der Anlage des begrünten Daches fingen wir typisch mit einer Sedum, Thymianbepflanzung an. Dann hatte ich die glorreiche Idee, Samen dort oben von Pflanzen der Trockenrasengesellschaften unserer näheren Umgebung auszusäen. Mit vollem Erfolg: Dieses Jahr hat sich das vor Jahren gesäte Gras auf der gesamten Fläche ausgebreitet und ist momentan in voller Blüte.
Aber was für ein Gras ist das nun genau? Im Winter sah es noch bläulich aus, so dass ich annahm, es handelt sich um Blauschwingel? Jetzt gegen Ende der Blüte wirkt es eher bräunlich.

Die Blauregenblüte wird ausfallen

Auch im Garten im Fließtal haben zu früher Austrieb und zwei Spätfrostnächte Spuren hinterlassen. Und das bei Pflanzen, bei denen ic...