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Sonntag, März 15, 2009

Erste Gartenarbeiten

Fortsetzung

Unser Komposthaufen liegt direkt am Fließ im Schatten des Werkstattanbaus und einiger großer Bäume der gegenüberliegenden Insel. Seit wir hier wohnen beobachten wir dort, wie Ratten ihre Gänge anlegen, hin und wieder sehen wir auch eine im Fließ wegschwimmen.Ratten sind meine absoluten Ekeltiere.
Jedes Frühjahr oder auch manchmal im Herbst haben wir in dieser Ecke unseren Biomüll "komponiert". Um Nager von unseren Bioabfällen fernzuhalten, hatten wir anfangs noch Thermokomposter, die sich aber überhaupt nicht bewährt haben. Ratten hatten es sich dort den Winter über heimisch gemacht und ihre Nester angelegt. Seit dieser Zeit gibt es nur noch offene Mieten. Trotzdem durchwühlen diese Viecher sie , außerdem unterhöhlen sie den Kompostbereich mit Gängen, so dass das Erdreich sich schon abgesenkt hat. Anfangs hatte ich mich selbst noch immer an diesen Arbeiten beteiligt, aber seitdem ich mal eine Begegnung mit einer von ihnen hatte, überlass ich das lieber meinem Mann.
Wir haben schon mehrfach Rattengift ausgebracht, aber ich glaube, dass das nur vorübergehend hilft. Dann sind die Viecher wieder da.
Dieses Jahr hat mein Mann bei seinen Arbeiten keine aufgescheucht, vielleicht war der wilde Haufen, der sich diesen Winter angesammelt hat, zu ungemütlich.

Wenn man herumgoogelt, findet man viele, viele Klug...r, die alle wissen, wieso sich Ratten in einer Kompostanlage einnisten. Hier zum Beispiel
entrüstet sich jemand, dass der Grund die "halben Mittagessen", die auf dem Komposthaufen entsorgt werden, Ursache sind. Ich versichere, solche Rattenleckerbissen bieten unsere Komposthaufen nie, solche Weisheiten gehören inzwischen zu den Binsenweisheiten für einen aufgeklärten Hobbygärtner.
Und was ich da für Ratschläge lese, wie man der Ratten Herr wird...da werden feine Glassplitter in Gänge gelegt, da sollen Meerschweinchen gehalten werden, weil der Geruch+Fiepen eventuell Ratten abschrecken. Ich habe bei unserem Nachbarn gesehen, wie eine Ratte ein Meerschweinchen zugerichtet hat, die in die Garage eingedrungen war, wo die Kaninchen und Meerschweinchen der Tochter gehalten werden...Nein danke.
Wie dem auch sei, so lange keine Ratte in unser Haus eindringen kann oder es sich in der Werkstatt gemütlich macht, muss ich wohl in friedlicher Koexistenz mit ihnen leben und muss mich auf die Marder verlassen, die hier manchmal nachts auf dem Werkstattboden randalieren. Hin und wieder erledigt Dooley auch eine.
Der Kompostmiete hat mein Mann nun sauber neu aufgeschichtet, ein wenig Gartenkalk und Hornspäne dazu komponiert, jetzt muss ich also bis nächstes Jahr warten bis der Kompost reif ist. Zwei Mieten unterschiedlichen Reifezustands wären ideal, passen aber leider nicht in die Ecke.
Während mein Mann fleißig war, habe ich das Hochbeet vorbereitet. Da wir ja vor kurzem noch Schnee und Frost hatten, musste ich meine Planung etwas abändern. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr schon im Februar Dicke Bohnen/Puffbohnen/Saubohnen legen, aber daraus wurde ja nichts. So hatte ich dann die bei "Dreschflegel" bestellten Puffbhnen dann vorgezogen und in der letzten Woche draußen abgehärtet.


Laut Saatpackung ist die Sorte'Osnabrücker Markt' eine mittelfrühe Sorte, die im Juni reif wird. Ich freu mich schon auf 'Puffbhnenpudding Windsor' LOL...ein Rezept, dass ich in der 'Internationalen Puffbohnenrezeptsammlung' des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt gelesen habe.

PuffbohnenHochbeetbepfalnzung
Im Hintergrund sieht man die Steckzwiebeln, die ich im Herbst gesetzt hatte und die auch mit einer Laubabdeckung sogar den Winter überlebt haben.


Bei der Suche nach der Herkunft des Namens "Puffbohne" bin ich auf folgende interessante Seite aus Erfurt gestoßen, die IMO zwar nicht hinreichend erklärt, wie der entstanden ist, aber immerhin eine prima Kulturanleitung hat:"Zur Kultur:
Die früheste Aussaat für frostharte Bohnen (bis –7°C) ist im März.f rosthart. „Willlst du dicke Bohnen essen, sollst du den März nicht vergessen“. Im Abstand von 50 cm werden 2 – 3 Körner etwa 8 cm tief ausgelegt. Von der Aussaat bis zur Ernte dauert es 100 Tage. Möchte man Anfang Juni schon die ersten Hülsen essen, muss vorgezogen werden. Die Bohnen haben einen hohen Wasserbedarf und müssen bei Trockenheit viel gegossen werden. Die Ernte erfolgt, wenn die Körner ihre volle Größe erreicht haben, aber noch nicht hart oder mehlig geworden sind. Sie liegen wie in einer Samtschatulle, und das Auspuhlen geht schnell. Die Körner werden entweder direkt verbraucht, eingefroren oder in Gläser gefüllt. Eine Pfanne mit frischen Bohnen ist ein Genuss!"
Demnach müssten dann meine Böhnchen am 22. Juni erntereif sein.

Wetter im Ausnahmezustand

Es ist wohl (vorübergehend) vorüber: Die monsunartigen Regenfälle von gestern werden erst einmal von Petrus eingestellt, sagt die Wet...