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Sonntag, Februar 26, 2017

Sämlinge auf der Fensterbank


Die erste Fensterbankaussaat ist bereits aufgegangen: Iranischer Rittersporn, Delphinium zazil .  Von den acht Samenkörnchen der Packung sind drei aufgegangen, nachdem ich sie zunächst einer Kältephase im Wintergarten ausgesetzt hatte und anschließend auf der Fensterbank bei Zimmertemperatur.

Das sind noch nicht mal 40 %...könnte sein, dass die verzögert aufgehen. Also mal abwarten. Ist wohl aber  wohl ein Überraschungspaket der Firma, denn alle drei aufgegangenen Keimlinge sehen unterschiedlich aus.
Welcher Sämling ist denn nun ein Delphinium? Hier ist eine Seite, wo man sich die passenden Keimblätter aussuchen könnte.
Im Wintergarten messe ich mit dem Min./Max. Thermometer noch einstellige Temperaturen , also kann kann ich da nichts anziehen. Es bleibt weiterhin bei der Anzucht auf der Fensterbank. Zumindest für die subtropischen und tropischen Gemüse, die ich für dieses Jahr geplant habe.
Ab April wird es dann fast tropisch im Glashaus, und deshalb möchte  dieses Jahr dort Auberginen in Töpfen ziehen. Letztes Jahr stand dort schon eine rotfrüchtige Art, die ich als 'Zieraubergine' gekauft hatte. Und nur dazu eignete sie sich auch, denn sie war sehr bitter und hatte reichlich Kerne.Von der habe ich die verschrumpelten Samenkapseln aufgehoben, habe die Samen über Nacht in Wasser quellen lassen und sie dann ausgesät.

Wenn die alle aufgehen sollten, habe ich davon reichlich. Die Art müsste der Aubergine entsprechen, die ich im Samenhandel mit dem Namen 'Du Burkina Faso' entdeckt und  gekauft habe. Dort ist auch nachzulesen, dass sie so bitter ein muss....um zu schmecken. Aha. Na dann werde ich ja hoffentlich mehr als genug haben, um sie auszuprobieren.

Von dieser "Aromagärtnerei" habe ich außerdem zwei weitere Sorten bestellt nämlich Solanum melongena ,Baby Marbled‘ und  eine als frühe Sorte angekündigte Aubergine 'Green Fingers'. Und da gab es dann noch ein bißchen mehr Gärtnerinnenärger. Auf der Packung werden 10 Korn versprochen, die erste hielt auch noch dieses Versprechen, vom marmorierten Baby gab's nur 8 Körnchen und in der letzten Packung ...verschlug es mir die Sprache ...ich musste zweimal in die Packung sehen. Da kam nicht mehr raus.

 


Die Keimtemperatur für dieses Gemüse liegt bei sagenhaften 25 ° C. Die stehen jetzt erst einmal direkt neben der Heizung mit Plastiktüte abgedeckt . Nachts sinken die Temperaturen ab ...ich werde jetzt aber nicht so weit gehen und den Sämlein einen Wärmeflasche unterlegen...

Samstag, Februar 27, 2016

Unerwartet schnell


Meerfenchel im Herbs/Cotentin
An den letzten Wochenenden hatte ich diverse Samen in die Saatschalen gebracht und wie immer gleichmäßig auf meine Fensterbänke verteilt:
  • Basilikumsorten (Salatblättriges, Rotlaubiges)
  • Perilla (rotes und grünes)
  • Meerfenchelsamen von den Küsten der Normandie
  •  Puffbohnen (rotsamig)
  • Zinnien
  • Ziertabak 
  • Rotblättrige Malve
Dabei sind die Keimbedingungen sehr unterschiedlich:   Perilla, Zinnien mögen es bei der Keimung eher warm, Ziertabak und Basilikum auch,sind  außerdem noch  Lichtkeimer. Die Töpfe standen wegen der Temperatur auch nicht auf der Fensterbank, sondern am Boden unterhalb der Heizung. Und wurden fast von mir vergessen: Der Basilikum war schneller als vermutet mit der Keimung  Als ich vorgestern schaute, waren die Sämlinge schon hochgeschossen und ziemlich etioliert.
Sogar die mindestens vier Jahre alten Samen des rotlaubigen Basilikums sind aufgegangen, aber deren Keimfähigkeit soll ja erstaunliche 7 Jahre erhalten bleiben.
Vergeiltes Basilikum (rotblättriges, noch kaum zu glauben)
Etioliertes Basilikum ( Salatblättrig) morgens
Also habe ich wie schon letztes Jahr schnell meine UV-Lampen wieder angebracht, und die Aussaatkistchen und -töpfe an eine etwas kühlere Stelle in den Vorraum gestellt. Wenn man das Licht nachts von außen sieht, könnte man denken, wir haben eine 'geheime' Plantage ;-) psychotroper Pflanzen.

Dienstag, November 12, 2013

Ungeduldig

'Alle Zwiebelgewächse vertragen keine Störungen der Wurzel, daher frühestens nach zwei Wachstumsperioden umtopfen'. ( Handbuch der Pflanzenvermehrung, Alan Toogood, Ulmer Verlag)
Bevor meine Liliensämlinge einzogen sahen sie sehr merkwürdig aus, die Blätter wurden bräunlich fleckig und waren dann schließlich völlig verschwunden. Die Topfe wurden dank meiner aktuellen gärtnerischen(!) Nachlässigkeit überwuchert mit diesem höllisch-hübsch-häßlichen Oxaliszeugs.
Am Wochenende musste ich mich endlich mal kümmern. Und nachdem ich von den beiden Sämlingstöpfen das Kraut entfernt hatte, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und musste einfach überprüfen, ob die inzwischen zweijähige Feuerlilie aus der Toskana tatsächlich Zwiebeln ausgebildet hat, oder ob sie inzwischen unterirdisch pilzlich zersetzt worden waren.

And my heart missed a beat....als ich alle kleinen Zwiebelchenvon Lilium bulbiferum var. croceum (?)
auf dem Topfgrund entdeckte. Sorry, dass ich eure Winterruhe gestört habe kleine Zwiebelchen. Mit ein bißchen Glück werdet ihr im kalten Gewächs den zweiten Winter wieder überstehen und vielleicht im nächsten Jahr blühen. Wenn sie mir denn meine Neugier verzeihen. Aber es gibt ja noch ein zweites ungestörtes Töpfchen.

Samstag, November 09, 2013

Samensammelsurium 2013

Wenn ich  unterwegs bin, nehme ich meine Umwelt immer als Gärtnernde ( man sagt ja neuerdings auch Studiernde statt Studentin...) wahr, und schaue, was mir die Natur oder ein Park- nicht auszuschließen sind natürlich auch- fremde Gärten an Samen-Schätzen so bieten.
Da wandern dann hin und wieder bei meinen Ausflügen ein paar Samen in meine alten Fotodöschen und warten jetzt in einer großen Petrischale auf Aussaat.

Dieses Jahr sind etliche Samen dabei, die ich stratifizieren muss, damit sie überhaupt keimen. Und eigentlich sollte ich das besser direkt nach der Ernte getan haben. Mal sehen, ob das überhaupt noch etwas wird.
In den Vogesen habe ich mir ein paar Samen der dort heimischen Vogesen-Anemone mitgenommen.
Pulsatilla alpina
Hochvogesen/Chaumes

Die gehört zu den Hahnenfussgewächsen und ist somit ein Kaltkeimer.  Der erste Schritt der Stratifizierung geschieht wieder im Kühlschrank, ich werde die Samen nach dem Vorquellen in Wasser in feuchtem Perlite in eine Plastiktüte stecken und ihnen den nötigen Kältereiz im Kühlschrank setzen, wie ich das schon mit den Wildliliensamen getan habe.
Aber wie ich hier lese, sollte die Temperatur  Hahnenfußgewächse zwischen 0 und -5° liegen. und anschließend auf etwa 5 - 12° erhöht werden, so dass die Keimung erfolgen kann." Dieser Temperaturbereich muss bis Mai beibehalten werden. Der richtige Platz ist dann Freiland, kalter Kasten oder Kalthaus."
Das dürfte schwierig werden.
Rhodotypus scandens


Im Hundeauslaufgebiet traf ich im September auf diesen mir zunächst unbekannten Strauch, der hübsche lackschwarze Samen trug. Da mich seine Laubblätter an einen Ranunkelstrauch (Kerria japnica) erinnerten,  kam ich schnell dahinter, dass es bei ihm um eine Scheinkerrie handelte.
Auch diese Samen müssen stratifiziert werden um sie zum Keimen zu bringen, ebenso wie die Hagebutten der Rosa roxburghii aus meinem eigenen Garten. 



Rosa roxburghii

Bei denen bin ich im Moment noch im Zweifel, ob ich die Samen aus der Hagebutte nehme oder sie in der Samenhülle stratifiziere.



Nicht stratifiziert werden müssen die Mitbringsel aus Dänemark: Samen einer hübschen Stockrose, die im Oktober noch vor der kleinen Brauerei Møns Bryghus in Stege blühte.
Møns Bryghus in Stege
In Gedser fand ich dann direkt an der Küste Samenstände der Meerkohls, der dort massenhaft zu finden war.
Samen von Meerkohl, Odermennig und ?







Crambe maritima
Die kann ich aber erst im Frühjahr aussäen, und wie ich gelesen habe lässt sich Meerkohl eigentlich besser über Wurzelschnittlinge vermehren als über Aussaat. Da sollen nur 20 % der Samen aufgehen.


Samstag, April 21, 2012

Keimzeit


Die verzögerte sogenannte hypogäische Keimung des Wildliliensamens aus der Toskana ist abgeschlossen, wie hier beschrieben trieb sie nach mehrmonatiger Kühlperiode im Kühlschrank ihr erstes Laubblatt , wie das eben die Einkeimblättrigen so machen.

Sisahs Saat ist aufgegangen, wenigstens etwas , dass meinen momentanen Frust über meinen Garten , und was der Winter in ihm angerichtet hat, lindert.
aus Wikipedia
Lilium (martagon?)
Jetzt stehen sie in meinem alten unbeheizten Gewächshaus und harren der Dinge, aber wie kultiviere ich diese Winzlinge nun weiter? Immerhin muss ich mich jetzt mehrere ( 4 , wenn es L. martagon sein sollte) Jahre um sie kümmern, wenn ich eine Blüte erleben will.
Epigäisch gekeimte tulipa sprengeri
Auch das Kistchen der gekeimten Tulipa sprengeri ist im ungeheizten Gewächshaus über den Winter gekommen. Einige der Keimblätter sehen abgestorben aus, ob die Zwiebelchen wohl die Kälte überlebt haben? Zu meiner Überraschung sind Samen, die bei der Aussaat  im letzten Jahr auf der einen Seite des Saatkistchen nicht aufgegangen sind, im März dann doch noch gekeimt. Sie tragen teilweise noch ihre Samenhüllen als Mützchen.
Da ja noch Platz im Kistchen war, hatte ich noch zusätzlich Apiaceae-Samen verteilt, die ich ebenfalls in Italien gesammelt hatte. Und zu meiner Überraschung sind auch die aufgegangen. Bin gespannt, welches Doldengewächs sich daraus entwickeln wird.
Unbekannter Doldenblütler

Nicotiana suaveolans
Außerdem sind die Tabaksamen aufgegangen, ich habe  Nicotiana suaveolens gesät, um  einen duftenden Ersatz für die Lücken zu haben, die meine den Winter nicht überstandenen Rosen gelassen haben.Das wird noch eine Freude diese feinen Sämlinge zu pikieren!
Und auch auch die  Duftwicken wurden vorgezogen, so dass sie hoffentlich früher blühen als die direkt gesäten im Freiland.

Sonntag, April 17, 2011

Die Saat ist aufgegangen

Natürlich  habe ich in den letzten Wochen auch ausgesät, und natürlich gehört dazu auch selbst nachgezogenes Saatgut. Angefangen habe ich mit ein paar Samen von Calonyction album , früher Ipomoea album genannt , mit deutschem Namen Mondwinde oder Kaiserwinde .



Calonyction album 2010
Letztes Jahr hatte ich sie mir auf dem herbstlichen Staudenmarkt als Kübelpflanze mitgenommen, lt. Aussage der Staudengärtnerei 'Perenne' die gleiche ( wenn ich mich recht erinnere, sagte mir die Gärtnerin die Pflanzen im Foerster Garten stammten  aus ihrer Gärtnerei,auch wenn im Buch etwas anderes zu lesen ist) wie die im Foerster Garten. Im Buch 'Der Garten meines Vaters' von Marianne Foerster, beschreibt diese, wie die 'Kaiserwinden in Töpfen gezogen an Seilen vor der Hausfassade des Foerster Hauses in 4m Höhe klettern.'
Die Kaiserwinde blühte letztes Jahr wunderschön, wurde offenbar auch von Insekten bestäubt, jedenfalls setzte sie Samenkapseln an, die sogar ausreiften! Die hatte ich nun im März in selbstgefaltete Papiertöpfe gesetzt und auf Keimung gehofft.

 Und ein Keimling von drei aufgegangenen kam durch!
In die Origami-Töpfe kamen außerdem Samen der Stundenblume und von Sonnenblumen, die ich lieber vorziehe, damit sie nicht den Schnecken zum Fraß fallen.
Baptisia australis
Außerdem kamen in ein Saatkistchen verschiedene Zinniensorten, Samen des Präriesonnenhuts Ratibiba columnifera und die vorher stratifizierte (!) Saat meiner Baptisia australis.
Die  Indigolupine ist eine dankbare Staude, die seit Jahren in einem steinigen Beet wächst und zuverlässig jedes Jahr blüht und  auch Samen ansetzt. Wie man sieht , sind außer der Indigolupine alle Samen aufgegangen.
Aber ich werde geduldig sein und warten, der Samen dieser Staude soll eine lange Keimperiode haben und ungleichmäßig auflaufen. Mal sehn!
Auch die Samen der auf dem Staudenmarkt gekauften 'Maramures' Gurke sind sehr schnell gekeimt und sehen gesund aus.




 Auf dem Hochbeet habe ich ausgesät:

und alles bis auf den wohl überlagerten Spinat ist aufgegangen. Auf Maca bin ich besonders neugierig, soll sie doch eine Gemüsepflanze mit außerordentlichen Wirkungen *grins* auf den menschlichen Organismus sein. Sie stammt aus den Anden, sowohl Wurzeln als auch Blätter können verwertet werden und wird als peruanischer  'Ginseng' gepriesen!
Wassn das?

 Und diese Reihe von Sämlingen gibt mir Rätsel auf, habe ich doch hier noch gar nichts ausgesät. Im Vorjahr stand da Radicchio, ich habe keine Ahnung, was da so säuberlich in der Reihe heranwächst.

Mittwoch, Februar 09, 2011

Dritter Versuch


Vielleicht kommt es mir ja nur so vor, aber verglichen mit anderen Regionen Deutschlands kann man hier in Brandenburg an vielen Bäumen den Halbschmarotzer Viscum album wachsen sehen. Da die Mistelsamen durch Vögel verbreitet werden, könnte man ja rückschließen, dass Mistelbeeren fressende Vögel hier häufiger sind als anderswo. Laut dieser Tabelle fressen Amsel, Wacholderdrossel, aber auch Rotkehlchen und Dompfaff und im Sommer dann noch Gartenrotschwanz und Singdrossel ihre Beeren. Wikipedia gibt auch noch den Eichelhäher und Specht als Nutznießer der Beeren an.
Bisher hat es aber noch keiner dieser Vögel geschafft die Kiefer in meinem Garten oder auch den Apfelbaum zu 'infizieren'. Und das obwohl es durchaus Misteln tragende Bäume in der Umgebung gibt, und die entsprechende Vogelwelt,wobei ich einschränken muss, das ich die Misteln nur an bestimmten Laubbäumen hier gesehen habe, die Kiefern in der näheren Umgebung sind nicht befallen.
Ich hatte vor Jahren schon mal versucht, selbst den 'Überträger' zu spielen, hatte mit Mistelbeeren einer Kiefer aus dem Potsdamer Raum die Äste unserer Hauskiefer  'kontaminiert' oder Beeren von einer im Märkischen Oderland wachsenden Apfelbaummistel auf Äste unseres Apfelbaums geschmiert. Nichts funktionierte.  Jetzt starte ich den dritten Versuch mit frisch geernteten Beeren einer Mistel, die ich auf Zieräpfelbäumen bei einem Hundespaziergang entdeckt hatte.

Bei Wikipedia kann man nachlesen, dass es drei Unterarten gibt oder auch 'Wirtsrassen' genannt.
Die Laubbaummistel(Viscum album subsp.album) ist wohl nicht so wirtsspezifisch wie die Tannen-Mistel (Viscum album subsp. abietis) oder  die Kiefern-Mistel (viscum album subsp. austriacum)
Misteln sind übrigens geschützt, man darf sie nicht so einfach vom Baum pflücken, regelwidrig habe ich dann wohl schon gehandelt, als ich mit dem Hundespielball mal kurz in eine Beeren tragende Mistel kickte, so dass die Beeren auf den Boden fielen.  Etwa zwanzig Beeren habe ich dann auf verschiedene Äste unseres Apfelbaums geklebt, wohl wissend, dass dies -sollte die Aussaat funktionieren- die Erträge des Apfelbaums schmälern könnten.
Vielleicht war die letzte 'Aussaat' ja deshalb so erfolglos, weil ich die Beeren noch nicht die rechte Reife hatten, vielleicht ja auch daran, dass ich nicht die 'richtigen 'Äste' als 'Saatbett' ausgewählt hatte ....vielleicht sind sie ja auch einfach nur in Vogelmägen gewandert und keimen jetzt am Apfelbaum in Nachbars Garten aus.

Hier noch ein Blog, wo ein Brite von seinen Erfolgerlebnissen beim ' Growing Mistletoes' berichtet.

Donnerstag, Februar 03, 2011

Statt Winterschlaf

Fortsetzung:
  • Bestellung von Saatgut: Eine Sendung bestellten Saatguts , das ich seit ein paar Jahren bei Dreschflegel bestelle, ist bereits eingetroffen: Dreschflegel GbR ist ein Zusammenschluss kontrolliert ökologisch wirtschaftender Betriebe zur Saatgutvermehrung, -züchtung und -vermarktung mit Online-Shop Ich nehme an, die meisten Gartenblogger kennen diese Möglichkeit, Saatgut zu ordern. Abgesehen davon, dass die GbR ökologisch kontrolliert arbeitet, bekommt man hier Pflanzensorten, die nachbaubar sind, die nicht F1 Hybriden sind. So habe ich letztes Jahr Samen des Spargelkohls abgenommen, und werde ihn auch nächstes Jahr wieder anbauen. Bestellt habe ich 'Erfurter Lange' (Rote Bete), 'Amish Deer Tongue' (Salat), Altai-Schnittlauch,Chicorée Robin, 'Rote Palme' (Braunkohl) . 


  • Heute kam auch noch die zweite Saatgutsendung der Firma Franchi an, die italienisches Saatgut (in Riesenpackungen) versendet. Ich hatte schon einmal hier über sie berichtet,  und auch diesmal war der Dienst am Kunden vorbildlich. Die Zusendung erfolgte prompt, genau wie vorher per Mail angekündigt. Man bekommt Aussaatempfehlungen und meine gewünschten Rezepte für 'Radici-di-Soncino', die in diesem Jahr auf meinem Hochbeet wachsen sollen, waren auch wie gewünscht beigefügt. Übrigens bekommt man inzwischen auch bei Franchi Bio.-Saatgut!
  • Erstellen eines Fruchtfolge-Planes für mein Hochbeet, das mein Ehemann mir im Jahr 2007 gezimmert hatte. Seit Jahren erfolgt diese Planung intuitiv, diesmal will ich es mal mit einem Pflanzplan -wie hier vorbildlich unter Punkt 9 angeführt wird- probieren.
                             


Beetanlage 2007



Beetanlage Früjahr 2007


Hochbeetbepflanzung 2009 (v.l.n.r.: Kürbis, Spargelsalat, roter Spitzkohl, russ. Grünkohl, Mangold, Kürbis)














Von einer Gartenfreundin bekam ich neulich einen Link, mit dem sinnigen Namen www.anbeeten.de.
Leider ist der Gemüsebeetplaner noch nicht so recht ausgegoren, es fehlen in dieser Anwendung noch etliche Gemüsesorten, die ich vorhatte zu setzen. Also werde ich wohl oder übel mir den Plan wohl alleine auswurschteln müssen.
Um so einen Pflanzplan zu erstellen, suchte ich außerdem im Netz eine Übersicht über die Kulturdauer der einzelen Gemüsesorten. Leider ergebnislos, ich musste auf Saatgutpackungen und das gute alte Buch zurückgreifen.
  •  Spaziergänge mit Sammy. 
  • und last but not least lustige Filmchen bei youtube schauen:

Mittwoch, März 31, 2010

Dies Jahr wird scharf

Der Chili-Hype geht ja schon seit einiger Zeit durch die Gartenwelt, bisher hatte ich nur hin und wieder mal ein oder zwei Pflänzchen im Kübel gezogen -meistens die sibirische Hauspaprika- dieses Jahr wurde ich durch eine Kochsendung animiert mich mal ausführlicher mit der Welt der Gattung Capsicum ( Chili, Paprika und Peperoni) zu befassen. Das Netz ist voll mit Regieanweisungen zur Kultur der verschiedenen Arten und Sorten, so dass man reichlich Informationen findet.  Die Gattung Capsicum umfasst zwanzig verschiedene Arten, von denen fünf kultiviert werden.
  • Capsicum annuum : Annuum bedeutet zwar einjährig, doch sie ist tatsächlich mehrjährig und kann frostgeschützt auch so gezogen werden können. Hierzu gehören die meisten der scharfen Sorten und die Gemüsepaprika.
  • Capsicum baccatum : "Baccatum" bedeutet beerenähnlich, aber auch dieser Name ist irreführend, hier gibt es durchaus auch Sorten mit länglichen Schoten. Das wichtigste Merkmal dieser Art sind die grünlichen oder gelblichen Punkte auf den Blütenblättern. (Sortenbeispiele: Glockenchili, Peri-Peri)
  • Capsicum pubescens: 'Pubescens' heißt behaart , denn die Blätter sind behaart Die Blüten sind violett und sie haben große Früchte mit schwarzen Samen. Diese Art soll sogar Temperaturen bis minus 5°C aushalten.  ( Sortenbeispiele: Mexikanischer Manzano- Chili, peruanischer Rocoto-Chili)
  • Capsicum frutescens: Sie wächst strauchartig, was der Name 'frutescens' auch bedeutet.Die Blüten sind hier grünlich und sind ebenso wie die die Früchte aufrecht. (Sortenbeispiele: Zierpaprika, Tabasco)
  • Capsicum chinense: Der Name führt ebenfalls wieder in die Irre, denn die Art stammt wie alle anderen ebenfalls aus Süd- und Mittelamerika. Wikipedia schreibt' Wie auch bei anderen kultivierten Capsicum-Arten ist innerhalb der Art Capsicum chinense durch Domestizierung und die damit verbundene lange Selektion eine große Variabilität entstanden' Was wohl eine Erklärung lliefert, dass hier keine typischen botanischen Merkmale genannt werden können...naja vielleicht ist das eines: 'Die Blätter wirken oftmals zerknittert, was durch ein schnelleres Wachstum der Blattfläche im Vergleich zu den Blattadern hervorgerufen wird. Sowohl Blätter als auch Spross sind überwiegend unbehaart, nur selten ist eine kurze, dichte Behaarung zu finden.'(Wikipedia) Sortenbeispiele( Habanero, berüchtigt wegen seiner enormen Schärfe.) .
  •  
Anfang März kamen dann meine bei der Firma Semillas La Palma bestellten Samen von der kanarischen Insel La Palma , die ich dann in meinem selbst hergestellten nachhaltigen, ressourcenschonenden Substrat  ;-) aussäte.  Es besteht aus gesiebter Komposterde, in der Mikrowelle sterilisiert, plus Sand. Die im Link genannte Firma beschreibt in wunderbaren Videosquenzen, wie sie dabei vorgeht. Unbedingt kritikwürdig finde ich hier aber die Verwendung von Torfsubstraten für die Anzucht.


Inzwischen sind meine Samen aufgegangen, wobei die Sorte 'Picon' erst in den letzten Tagen sehr zögerlich aufgegangen ist, Mal sehen, wie die sich in unseren Breiten entwickeln wird. Ich glaube, die lasse ich im Gewächshaus, da sie als lokale Sorte der Kanarischen Inseln beschrieben wird, aus der übrigens Mojo hergestellt wird.
Die anderen Sorten waren ohne die Samen vorzuquellen- wie in den Videos beschrieben- auf der Küchenfensterbank ruck-zuck aufgegangen und müssten jetzt pikiert werden,vor allem brauchen alle Sämlinge mehr Licht. Bei diesen Sorten handelt es sich um:
    Außerdem auf den Fotos zu sehen sind eine hoffentlich relativ braunfäuleresistente Tomatensorte 'Schwärzels Tomate' , bei Vern erstanden, und ein weiteres Nachtschattengewächs namens 'Solanum aethiopicum', ebenfalls von der bereits oben erwähnten Firma. Diese wie eine Tomate aussehende Aubergine hatte ich letztes Jahr auf der Landesgartenschau in Oranienburg im Topf bewundern können.



    Turkish Orange Aubergine

                                                               Solanum aethiopicum

    Jetzt geht's endlich los

      Während es heute schon wieder munter vor sich hin pladdert, hatten wir gestern einen wunderschönen, sonnigen Märztag, so dass mei...