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Sonntag, Oktober 14, 2012

Mehr Fotos aus KFs Garten

Wie bereits per Handy angekündigt habe ich beim Rückweg aus dem Saale-Unstrut-Kreis  einen kurzen Abstecher nach Bornim zum Karl Foerster Garten gemacht. Und der ist zu dieser Jahreszeit besonders schön, da die im Herbst blühenden Astern leuchtende Teppiche bilden und mit den sich herbstlich verfärbenden Gräser wunderschön kombiniert sind.
Ich war zur Mittagszeit da, einige Gärtnerinnen saßen auf der Terrasse und pausierten, andere waren in der Kompostabteilung zugange, wo ein Gartengeräteschuppen stand, der mir bislang noch nie aufgefallen war...wie ich überhaupt noch nie so viele gärtnernde Menschen dort bei meinen Besuchen angetroffen habe.

Ich wurde freudig begrüßt von einer fuchsroten Katze, die jedesmal , wenn ich sie fotografieren wollte, auf mich zugeeilt kam, so dass ich kein vernünftiges Foto zustande bringen konnte.


Jedesmal, wenn ich im Herbst in diesem Garten bin, bin ich immer angetan von den Herbstchrysanthemen, besonders von dieser halbgefüllten Sorte namens...


... Chrysanthemum indicum 'Cinderella', und wieder war mein Gang zur in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Foerster-Stauden GmbH vergebens. Die gab's dort immer noch nicht. Schade.

Schön fand ich auch dieses Arrangement von morbid verblassenden Hosta und sonnengelb blühenden Goldruten.

Auch an anderer Stelle hatten die ihren Auftritt, ich glaube die obere ist Solidago rugosa 'Fireworks' und die  untere Solidago könnte Solidago sphacelata 'Golden Fleece' sein ?
Fireworks habe ich im Garten, ein wirklich dankbares Geschöpf, das absolut nicht so wild wird wie die bekannten auf Ruderalflächen anzutreffenden S. canadensis.
Herbstbeet hinter dem Haus
Ich habe den Garten durch den direkt am Parkplatz liegenden Hintereingang  betreten und dort kann man momentan die schönsten Beete begutachten. Wirklich sehenswert in dieser Jahreszeit; auf dem Foto oben sind noch nicht einmal die Herbstchrysanthemen aufgeblüht, es lohnt sich sicherlich noch ein weiterer Besuch im Spätherbst!

Herbstbeet vor dem Haus
Teich des Senkgartens
Der vordere Teil des Gartens wird von riesigen Bäumen beschattet, was wächst da eigentlich noch? Offenbar macht man sich da nicht so viele Gedanken für eine ansprechende Bepflanzung...jedenfalls habe ist mir nichts in Erinnerung geblieben, fotografiert habe ich auch nichts. Allerdings lässt sich von hier das Haus am besten aufnehmen.

...aber aufgefallen ist mir wohl der dekorative Zierapfelbaum, der offenbar genügend Sonne bekommt um reichlich Früchte zu tragen.


Sonntag, Juli 27, 2008

Hochzeitstag und Liebesleben

Recycling von Foersters Schuhen


Vor Monaten hatte ich in der Zeitung gelesen, dass die Potsdamer Urania im Foerster Garten in Potsdam Bornim eine Lesung anbietet, einen Tag vor unserem 31. Hochzeitstag, passenderweise sollte aus Wilhelm Bölsches "Liebesleben in der Natur" gelesen werden, Musik sollte es auch geben:
Potsdam-Bornim, Am Raubfang 6,
Hausgarten von Marianne Foerster
„Das Liebesleben in der Natur“, Harald Arnold liest
amüsante Naturbetrachtungen von Wilhelm Bölsche
Musik: Karin Liersch, Violoncello und Brigitte Breitkreuz, Gitarre ( so war´s angekündigt, es gesellte sich aber am Abend noch ein Flötist zu den Damen)
IMG 9724
Gestern abend waren wir dort: Es wurde ein heiterer Abend; der altmodischeBegriff 'heiter' gibt genau die Stimmung wieder, die dieser Vorleseabend hervorzauberte. Es war schwül, man sass auf Klappstühlen unter den drei großen Bäumen (Kiefer, Lärche und ?) , ein Glas Wein in der Hand , hörte den wohlgeformten Worten des Schauspielers H. Arnold zu. In der Pause, vorher und nachher konnte man im wunderschönen Senkgarten herumspazieren und in jede Ecke kiebitzen. Natürlich konnte ich es mir als Gärtnerin nicht verkneifen auch die Kompostecke dieses berühmten Gartens zu inspizieren!Kompostecke
Menschen im GartenFoerstergarten
Wilhelm Bölsches Buch über "Das Liebesleben in der Natur"war hervorgekramt worden. Es war wirklich amüsant zu hören, wie er das feindselige Liebesspiel der Spinnen beschrieben hat oder über die eingesperrte Braut des Maulwurfs ;-):" Wenn die Liebeszeit, die Brunstzeit im Jahre ihm in den Pelz fährt, so weiß er ganz genau, was die Stunde geschlagen hat. Adam wie Eva (....) fahren aus ihrem einsam en Bau ins Weite mit dem ausdrücklichen Verlangen, einander zu begegnen. So absolut leicht ist das nicht. Es gibt nämlich mehr Adams als Evas. Und wenn Adam auf Adam dieser Tage stößt, so ist die Abscheu einfach noch größer, er ist ja ein Nebenbuhler. Doch das Glück will wohl: im langen Laufgang rennt Adam gegen eine wirkliche Eva. Die Seltenheit entscheidet: Sie ist sein Weib oder keine. Ihr freilich pflegt das nicht so von vornherein selbstverständlich zu sein.Sie geht wohl mit, aber sie erwartet dabei ein gewisses Gottesurteil. Entweder in seine Klause geht sie mit, oder sie läßt ihn in ihre..........Kaum hat Adam Fräulein Eva mit einiger Grobheit (...) ins Nest getrieben, so beginnt er plötzlich eine Sorte besonderer Röhren von dem aus in die Weite..."
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie erinnerte mich Bölsches Art der Naturbetrachtung an die ironischen Natursendungen des Horst Stern, denen ich so gerne in den Achtziger Jahren im Fernsehen folgte. Was ist eigentlich aus dem geworden...
Über Bölsche wusste ich bisher gar nichts, außer dass eine Straße in Berlin nach ihm benannt wurde und ich genau zwei Bände seines "Liebeslebens" mal auf dem Flohmarkt mit nach Hause gebracht habe, allerdings damals kaum darin gelesen habe, weil ich zu so viel Weitschweifigkeit einfach nicht genügend geduldig bin. Wenn jemand vorliest, ist das dann doch anders.
Es gibt jedoch eine informative Seite über Wilhelm Bölsche hier.
Ich zitiere:"
Als Verfasser von "Das Liebesleben in der Natur" (1898) gilt Bölsche als der "Schöpfer des modernen Sachbuches"; außerdem war er der Initiator von Deutschlands erster vorbildlicher Volkshochschule. Bölsche und Wille galten als die "Hauptgötter des Kreises", als "Seele und Geist von Friedrichshagen"."
Der lesende Schauspieler H. Arnold charakterisierte ihn kurz als Darwinisten, er war ein Mensch seiner Zeit und so sollte auch nicht verschwiegen werden , wie ich bei Wikipedia las, dass er " seit Beginn im Jahr 1905 Mitglied der Gesellschaft für Rassenhygiene." war.
Natürlich hatte ich auch meinen Fotoapparat dabei, aber blöderweise hatte ich vergessen die Makrolinse abzunehmen, mit der man zwar auch "normale" Fotos schießen kann, aber leider nur mit einem geringen Bildausschnitt.
Die Haus- und Gartenbesitzerin Frau Foerster war ebenfalls anwesend , und hurra, es gelang mir sie zu fotografieren.

Frau Marianne Foerster

Das Licht war leider nicht mehr ideal, so dass nicht allzu viele Bilder gelungen sind, hier ist noch ein schönes Sommersonnenbrautfoto:
Sonnenbraut

Die Blauregenblüte wird ausfallen

Auch im Garten im Fließtal haben zu früher Austrieb und zwei Spätfrostnächte Spuren hinterlassen. Und das bei Pflanzen, bei denen ic...