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Montag, April 11, 2016

Sonntäglicher Gartengang

Morgens sind die Blüten der Herzblattschale noch geschlossen.
Am Samstag war noch richtig schönes Gartenwetter, so dass ich auch einiges geschafft habe. Heute wird es erst jetzt gegen Abend sonnig, vorher war es trüb und mit 10 °C hundekalt. Ich hatte keine Lust, wie gestern den blöden Giersch zu bearbeiten.  Er kommt jetzt mit aller Macht aus den dunklen Gefilden der Fließtal-Unterwelt heraus an Stellen, die wir bereits meinten bearbeitet zu haben.

Diese kleine Schönheit 'Jeffersonia dubia', die schon sehr lange dort zuverlässig wächst, wollte ich nicht stören und haben sie deshalb nicht aufgenommen. Und siehe da..auch dort hin hatten es die Rhizome des Gierschs schon geschafft.


Inzwischen sind die alten Hemerocallis, Aster und Helianthus-Stauden wieder an Ort und Stelle gelandet, dazwischen auch die Gräser und meine zwei Austin-Rosen.  Jetzt fehlen nur ein paar Blütenstauden für den Sommer. Auf dem Berliner Staudenmarkt hatte ich keine Muße mehr danach zu suchen. Das Gartenjahr fängt aber auch gerade erst an...es gibt hier im Berliner Raum noch etliche andere Märkte.

Auf den anderen Beeten blühen zu meiner Überraschung doch Narzissen , die hatte ich  ganz vergessen. Ja, ein Sack Zwiebeln war im letzten Herbst dann wohl doch noch gepflanzt worden. Ich hatte nur  Ästchen zur Markierung gesetzt, die Namen für die Zwiebeln waren aber leider nicht im Langzeitgedächtnis abgelegt worden.



Die in den Vorjahren gesteckten Narzissen verabschieden sich trotz Düngung, da sind nur ein paar wenige wieder zur Blüte gekommen. Die Sommer hier sind einfach zu trocken hier.
Dafür fühlen sich bestimmte Primeln wohl, Primula veris versät sich sogar. Sie liebt den kalkhaltigen Boden hier, den ich mit Humus angereichert hatte.

Dienstag, Februar 26, 2008

Gestresste Jugend

Das ist Lunaria annua, allerdings die panaschierte Form,d. h. ihre Laubblätter zeigen weiße Blattränder, die durch das Fehlen des Chlorophylls verursacht werden.Für solche "kranken" Zierformen habe ich eine Vorliebe und schon einige andere Arten in meinem Garten zusammengesammelt.Dieses Silberblatt, wie es umgangssprachlich genannt wird, ist allerdings in diesem Frühjahr errötet.Dabei sind nicht alle Exemplare der in meinem Garten vagabundierenden Pflanze betroffen, sondern nur einige wenige.
Auf der Suche nach Gründen habe ich dann herausgefunden, dass das Pflänzchen -wie es scheint- gestresst ist.
ZentriertLunaria Sonnenbrand

Junge Pflanzen, bei denen die Chlorophyll- und Wachsproduktion noch nicht eingesetzt hat produzieren vermehrt Anthocyane , um sich vor UV- Licht zu schützen.Man bezeichnet sie sogar als Jugendanthocyane. Anthocyane sind rote und blaue Pflanzenfarbstoffe.

Für die Menschen, die es genau wissen wollen, hier ein Wikipedia-Auszug:


"Die Anthocyane haben in den Pflanzen mehrere Aufgaben: Sie sollen

  1. Pflanzen vor dem starken UV-Licht der Sonne schützen, indem sie bestimmte Wellenlängen absorbieren. So wird eine Schädigung der Proteine in der Zelle und der DNA in den Zellkernen verhindert.
  2. .......
  3. Freie Radikale binden, die bei oxidativem Stress entstehen.

Die ersten beiden Punkte erklären auch, warum die Anthocyane sich in den äußeren Schichten der Pflanzenteile finden: Nur hier können sie ihre Aufgabe erfüllen. Wenn Pflanzen nun starkem UV-Licht oder ionisierender Strahlung ausgesetzt werden, regt die Pflanze über chemische Botenstoffe die Anthocyanproduktion an."

Ich finde sie gestresst sogar noch dekorativer mit ihrem rötlichen Schimmer.
Wenn man einwenig mit einem Fotoprogramm herumspielt, erhält man dann diese Farbmutante:




Lunariafarbzüchtung

Donnerstag, Juni 28, 2007

Mutationen


Nichts besonderes im Pflanzenreich sind Mutationen, Züchtung im Pflanzenreich funktioniert nicht ohne diese spontanen Änderungen des Erbguts einer Pflanze. Deshalb verstehe ich manchmal nicht Äußerungen , dass gelblaubige und panaschierte Blattpflanzen als krank angesehen werden, gefüllte Blüten einer Rose aber nicht. Irgendwie nicht zuende gedacht, beide Varianten sind eigentlich "unnatürlich", weil sie in freier Wildbahn eher schlechtere Chancen zum Überleben hätten: die gefüllte Blüte hat ihre Sexualorgane (Staubblätter) in Blütenblätter umgewandelt, die Pflanze kann sich also nur noch vegetativ vermehren. Die gelblaubige Pflanze wird vielleicht eher von Parasiten befallen und stirbt eher. Obwohl das letztere habe ich in meinem Garten noch nicht erlebt , keine meine buntlaubigen Pflanzen wird von Parasiten heimgesucht. Der gelbe Philadelphus coronarius 'aureum' ist zwar schwachwüchsig, vergrünt auch im Sommer, aber genau wie die Art ist diese Varietät bisher nicht krankheitsanfällig, das gilt auch für meinen Sambucus racemosa 'plumea aurea'.


Und die rotlaubige Haselnuss ist sowieso dermaßen vital, dass ich sie immer mal wieder beschneide.
Sambucus racemosa Plumea aurea und Corylus maxima Purpurea
Und den hier liebe ich ganz besonders, sehr wüchsig...leider...weil von mir an eine unmögliche Stelle gepflanzt.
Schriftgrad

Sambucus nigra 'Black Lace'

Die Blüte ist natürlich längst vorbei, aber das dunkle, geschlitzblättrige Laub ist immer noch sehr attraktiv. Meine Postbotin sprach mich deswegen sogar schon mal an, und das obwohl sie sonst immer sehr hektisch unterwegs ist. Ich habe ihr jetzt einen noch zu ziehenden Steckling versprochen für ihren Garten.

"Bringet mich wieder nach Hause..."

  »Hinaus in die Ferne, for'n Sechser fetten Speck, den eß ick jar zu jerne, den nimmt mir keener weg, ...