Posts mit dem Label Reise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, April 30, 2015

Irrtum

Nachdem ich ein bißchen weiter herunmgegoogelt habe, um etwas über 'Tscherembscha' zu erfahren, bin ich auch fündig geworden.  Es gab da eine erhellende Diskussion in einer Google-Gruppe.
Bei den sauer eingelegten Stängeln meiner Glaskonserve handelt es sich  um Verwandte des Bärlauchs, nämlich 'Allermannsharnisch', wissenschaftlich Allium victorialis. 

Für die russische Glaskonservenvariante nimmt man die (runden) Blütenstängel, die dann in einem Essigsud eingelegt werden. Das hätte ich durch genaues Hinschauen auch selbst erkennen müssen, denn die Blütenstängel des Bärlauchs sind kantig und die Blattstängel sind zwar rund, aber wesentlich kürzer als die im Glas.
Allermannsharnisch ist wirklich ein ziemlich hoch wachsender Allium, der sicherlich sechzig Zentimeter misst. In den östereichischen Alpen habe ich ihn auf den Bergalpenwiesen fotografiert...ohne zu wissen, dass er kulinarisch durchaus auch zu verwenden wäre. Da er offenbar Höhen als Standort bevorzugt, würde mich aber immer noch interessieren, wo er in Russland geerntet wird. Wird der gartenbaumäßig im Ural oder Altai kultiviert, um dann irgendwann auch als Konserve in Berliner Supermärkten landen zu können?

Samstag, Oktober 19, 2013

Urlaubstage auf der Insel Møn/ 1. Teil


Wir haben ein paar Wandertage auf der Insel Møn verbracht. Das Wetter war herbstlich und  schwankte zwischem goldenem Oktober und skandinavischem Föhn-Wetter.
 Die Reise in das fünf Stunden vom Garten im Fließtal entfernte Ziel auf der dänischen Insel Møn. ging ganz sanft und sonnig los. Meine Befürchtungen auf der Fähre seekrank zu werden, waren völlig unbegründet, die Ostsee war glatter als die Müritz im letzten Monat.

Ulvshale
 

Wir bezogen ein Ferienhaus auf Ulvshale  , einer Halbinsel im nördlichen Teil der Insel Møn. 

Meersenf

Und auch in Dänemark erwartete uns eine eine spiegelglatte Ostsee,ein wegen Niedrigwassers sehr breiter Sandstrand, und ein nur leicht bewölkter Himmel.


Sammy beim Fußbad
Ulvshale ist im Lauf der Erdgeschichte durch von den Mön-Kreidefelsen angeschwemmtem Feuerstein und darübergelagertem Sand entstanden, ebenso wie die nahegelegene Insel Nyord.
Seestern aus Feuersteinen


Das Wetter blieb auch am Folgetag noch sehr schön, um dann plötzlich mit einem föhnartigem nordwestlichem Wind, der Kopfschmerzanfälle und Brandung brachte, umzuschlagen. Die Fotos des Ulvshaler Strands entstanden am späten Nachmittag bei einer Wanderung nach Nyord noch vor dem Wetterumschlag.

Meersenfpflanzenexemplar von oben


 
Herbstfärbung der Salzmieren
Aussaat Salzmieren
Tomaten wachsen überall...
Hexenbesen an Meersenf
Ich war ganz erstaunt , einen so genannten 'Hexenbesen' an einem Exemplar des Meersenfs zu finden.
Als 'Hexenbesen' bezeichnet man eigentlich kugelartige Verwachsungen, die manchmal an Bäumen vorkommen und durch Pilze oder pathogene Viren hervorgerufen werden. Dass solche Verwachsungen auch an krautigen Pflanzen vorkommen, hatte ich bisher noch nicht gesehen.

Montag, Juli 15, 2013

Le Jardin de Berchigranges II

Wohnhaus
In einem Kommentar meines ersten Postings des Jardin de Berchigranges von Wencke Bönisch aus Garten2Null wird die Frage gestellt, wie die Idee der beiden Franzoseneinen Steinbruch in einen Garten zu verwandeln entstanden ist. Darüber kann ich nur spekulieren, wundere mich eher über Wenke B.s Frage (von Garten2Null ) Frage: Hat sie  als eine derVertreterinnen des Ulmer-Verlags-Blogs nicht bessere Recherchemöglichkeiten als ich, um ihre Frage zu klären.

Marie Thierry hatte in der Nähe des Steinbruchs selbst eine pepinière, wie ich aus ihrem Buch des Ulmer Verlags entnehmen kann, ist also professionelle Gärtnerin . Um diesen Garten zu gestalten haben sie und ihr Ehemann über zwanzig Jahre gebraucht, und er ist immer noch nicht fertig, ist ein gemeinsames Lebenswerk. Das Ehepaar wohnt und lebt auf diesem Gelände,  Marie Thierrry führt auf ihrem Gartengelände auch weiterhin ihre Gärtnerei. Bei ihr kaufte ich nach unserem Rundgang Buch und einige Stauden.
Le 'Cottage' D'Accueil

Pflanzenverkauf
Mich erinnert das, was ich über den Werdegang und die Gestaltung der Gartenanlage des Paares aus dem Buch, dem Flyer und dem Internet erfahren habe, ein wenig an die Lebensgeschichte des Karl Foerster und seiner Familie: KF absolvierte - aus sehr renommierter Familie stammend- eine Gärtnerlehre in Schwerin und Potsdam, und gründete dann auf elterlichem Grundstück in Berlin-Westend eine Gärtnerei. Nach sieben Jahren kaufte er in Potsdam-Bornim  ein 5.000 m² großes Ackergelände (sic!) und verwandelte es in sein Gartenreich , das immer noch berühmt ist für seinen Senkgarten, den  Frühlingsweg und Steingarten.


Dass Menschen etwas mit Elan und Leidenschaft vorantreiben ist ja nicht ungewöhnlich, die Frage, die sich mir stellt ist -sowohl bei KF als auch bei diesen französischen Gärtnern- eine ganz profane....woher kommen Zeit und Geld um Projekte in diesen Dimensionen auf die Beine zu stellen?
Wie schafften sie es den Garten zu erhalten, zu pflegen und zu erweitern.

Im Buch wird erwähnt, dass Marie Thierry -wie viele andere Gärtner auch- sich von englischen Gärten inspiriert fühlte und dort insbesondere für die Pflanzen des Cottage Gartens interessierte.


Bezahlung des Eintrittsgeldes, Bücher- und Pflanzenverkauf finden dann auch in bzw. vor einem  begrünten Cottage statt im ' Le Cottage d'Accueil'. Und danach geht ein direkter Weg in den Cottagegarten mit den typischen Bestandteilen des britischen Vorbildes: einer Holzpergola- berankt mit Ramblern -einem Gemüsegarten und typischen Cottagegartenpflanzen.



Da sich der Garten in über 600 m Höhe befindet, war am Tag unseres Besuches, dem 26. Juni, die Vegetation auch lange noch nicht so weit wie die in meinem Garten im Fließtal 50 m über NHN. Die Rosen der Pergola waren hier noch knospig,  das Gemüse des 'Potager'  wird sich noch ansterngen müsse
n, um so üppg zu sein, wie man sich das von Cottage-Gärten so vorstellt.



Sie schreiben in ihrem Buch, dass das Gelände nach und nach durch Zukauf erweitert wurde und mit den besonderen Möglichkeiten des Standortes ( feuchten  und trockenen Zonen, sonnigen oder schattigen unter Bäumen) spielten...... ''toujours dans le but de satisfaire notre curiosité du monde végétal nous achetons encore plus de terrain et jouons avec les spécificités des lieux'

So gibt es standortgerecht mitten in der Sonne einen großen Steingarten, der mit großen Granitblöcken  angelegt ist, der aber durchaus mit Bäumen überpflanzt ( oder waren die schon vorher vorhanden?) schattige Zonen bietet..


Hier blühten an etlichen Stellen auch in den Vogesen beheimatete Arnika, und man sah die puschligen Samenstände der Pulsatilla.

Besonders schön war auch die Blüte der verschiedenen Nelkenpolster und die gerade aufgeblühten 'Papaver atlanticum'.
....wird ergänzt...




Donnerstag, Juli 04, 2013

Wilde und gezähmte Vogesen



Die Wanderung bei Nebel im wilden Regenwald der Vogesen gibt es in Sammys Blog, zu sehen. Nachmittags als der Himmel wieder aufklarte , konnten wir dann die höchste gezähmte Wildnis der Vogesen besuchen.
Der 'Jardin d'altitude du Haut Chitelet' liegt ebenfalls in der Nähe des Hohneck direkt an der Route des Crêtes- , der Vogesenkammstraße.

  Molopospermum peloponnesiacum oder 'Molly the Greek'

Der Garten beherbergt Pflanzen der Gebirge dieser Welt vom Himalaya über die Pyrenäen bis zur heimischen Vogesenflora, ist umgeben von den schon erwähnten Vogesen- HochWeiden, Vogesenwald und einem Moor. Am Moor wurde gerade gebaut: Man bereitete einen Holzpfad für die Besucher vor.


Es gab aber trotz immer noch anhaltendem Nebel und Nieselregen einiges zu sehen. Im Himalya blühte der spektakuläre blaue Mohn Meconopsis betonicifolia, außerdem Primula sikkimensis, Euphorbia griffithii und der ungewöhnliche Rheum alexandre.


Das allein war für mich schon einen Besuch wert, denn Meconopis ( Plural) habe ich das letzte Mal vor dreißig Jahren in einem schottischen BoGa blühen sehen . Der BoGa Berlin versucht's ja auch, aber es sieht dort kläglich aus, wenn man nur die eine oder andere der blauen Wunderblumen dort finden kann. Sie sind halt extrem heikel, was ihre Standortwünsche betrifft.

Zunächst waren wir nur die einzigen Besucher, allerdings entdeckten wir dann doch zwei weitere menschliche Wesen an einem Bachlauf.


Ich nehme an, dass das Studenten waren, denn der Garten gehört zur Universität Nancy.
Ich nehme ebenfalls an, dass der Bachlauf natürlich ist. Das Schild lässt darauf schließen, dass hier die Quelle der Vologne entspringt (?), einem Vogesenfluss, der dann irgendwann in die Mosel mündet.


Vologne und Luektea pectinata , eine Pflanze des USA-Pazifikgebietes

Anemona ?





Die Vologne floß hier durch die amerikanische und chinesische Flora, auffallend waren  bei den Bachbegleitpflanzungen die großen Blätter des amerikanischen Stinktierkohls 'Lysichiton americanus'. Hatte ich doch gerade erst beim Berliner Staudenmarktbesuch im Frühjahr im BoGa Berlin erfahren,  dass der inzwischen als invasiver Neophyt benannt wird. siehe auch Wikipedia hier

Die Vogesenflora war aber ebenfalls hier zu sehen. Auch hier herrschte wie in Amerika Frühlingsstimmung. Einige Anemonen blühten noch, bei den weißen Küchenschellen  (Pulsatilla alpina) waren wie bereits auf den Hochweiden am Hohneck gesehen nur noch die nassen Samenschöpfe übrig.

(Pulsatilla alpina ssp. austriaca)



Blechnum spicata

Ebereschen+ Flechte- und Moosbewuchs
Interessant war für mich die Ecke mit den sogenannten Steingartenpflanzen, hier standen verschieden gestaltete Tröge mit den kleinen hübschen Pflänzchen der Gebirgsflora, offensichtlich selbst gefertigt.



Ich hatte  schon immer mal vor solch einen Trog für meinen Garten zu fertigen , denn für einen richtigen Steingarten wäre in meinem Garten kein Platz. Irgendwo müsste ich auch noch ein Rezept für die Herstellung so eines Troges aus Zement haben, das mir Gisela aus Guildwood Gardens  mal geschickt hat....wenn ich mich recht erinnere.


Man könnte darin sogar ein Minimoor anlegen mit Sonnentau, der auch im Vogesenhochgarten im Trog wuchs.


Ideen gibt es viele, aber erst einmal haben andere Dinge im Hausgarten Priorität. Da muss ich nur mal durch mein Arbeitszimmerfenster schauen ;-)


Dieser Garten in den Vogesen sollte nicht der einzige Garten sein, den wir besichtigen konnten.


Von einem weiteren besichtigenswerten Privatgarten in der Nähe erfuhren wir nämlich durch einen im Jardin d'altitude ausliegenden Flyer....Bericht folgt

Jetzt geht's endlich los

  Während es heute schon wieder munter vor sich hin pladdert, hatten wir gestern einen wunderschönen, sonnigen Märztag, so dass mei...