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Samstag, März 07, 2015

Es hat geklappt...


An anderer Stelle hatte ich schon berichtet, dass ich mich trotz spätwinterlichen Wetters nicht zurückhalten konnte und bei Kölle Pflänzchen für meine Balkonkastenbepflanzung am Treppenaufgang kaufen musste.

Meine Absicht war den Frühling herbeizuzwingen.;-)..........und es scheint gelungen zu sein.:
Heute sollen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich steigen, die Sonne scheint auch schon, und meine Balkonpflänzchen habe ich auch bereits von ihrer nächtlichen Vliesdecke befreit. Sie haben bisher überlebt !


Eigentlich sind es Hornveilchen, die ich in diesen Vorfrühlingstagen des Gärtnerinnenjahres immer kaufe.... und zwar nur! 
Aber diesmal fiel mein Frühlingseinkauf etwas umfangreicher aus, denn Kölles Angebot wird von Jahr zu Jahr arten- und sortenreicher, so dass ich ganz erstaunt war, Jungpflanzen von Erysimum vorzufinden.  Keine Ahnung welche Sorte das ist, ich benenne sie jetzt einfach mal  'Winter Sorbet', beim Vergleich der Fotos im Netz, kamen sie aber sie  dieser am nächsten, außerdem war der Sortenname passend...und mir war einfach nach einem Wintersorbet!



Ich liebe Goldlack und Schotendotter, so heißen sie in deutscher Sprache, meine Sorte geht wohl mehr in die Richtung Schotendotter. In England heißen sie 'Wallflower'. In Italien durfte ich letzten Frühling sehen, weshalb. Sie blüten dort entweder direkt an den Mauern in den Dörfern der Garfagnana, umflattert von Schmetterlingen oder auf Ruinen.
Auf der Webseite der Staudengärtnerei Gaissmeyer gibt es einen interessanten Artikel zu diesen Duftblühern der  Familie der Kreuzblütler,zu der ja auch die ordinären Kohlgewächse gehören, deren Blüten aber durchaus duften.


Leider sind sie nicht ganz winterhart hier, aber da die Winter der letzten Zeit offenbar nur alle paar Jahrzehnte 'kontinental' zu werden scheinen, besteht ja Hoffnung, dass sie vielleicht mal länger leben. 
Letztes Jahr hatte ich schon einige in den Garten ausgepflanzt , die überlebt und sich ausgesät haben.  Der Standort meines Winter Sorbets im Balkonkasten ist sicher nicht angemessen, ich werde sie anschließend an die Hauswand auspflanzen, in der Hoffnung, dass sie auf kargem Boden im Schutz des Hauses überleben.


Samstag, Mai 14, 2011

Es liegt was in der Luft....

Heut' liegt was in der Luft
Ein ganz besond'rer Duft
Der liegt heut' in der Luft...
Wenn ich momentan durch meinen Garten geh fällt mir dieser uralte Schlager ein, kennt den überhaupt noch jemand? 
Das ist kein Alltag so trübe und grau
Nein, das ist ein Tag, wie der Frühling so blau
Das ist ein Tag, wo ein jeder gleich spürt
Ach, dass noch was passiert.....
Syringa meyeri 'Palibin'

Mein Garten ist ein Duftmeer . Syringa 'meyeri' 'Palibin' steht in voller Blüte, sein Duft ist besonders abends so intensiv, dass er sich im gesamten Vorgarten ausbreitet. Dieser Flieder läuft zwar unter der Rubrik Zwergflieder, ist aber inzwischen auch an die 2,50 m hoch. Ein zweites Exemplar an halbschattiger Stelle ist nur halb so groß und wird seinem Namen gerecht.
Allerdings habe ich an seinen Blüten noch nie ein Insekt gesehen, gestern habe ich zwar eine interessierte Hummel im Anflug entdeckt, die sich dann aber nach kurzer Kontaktaufnahme  abwandte.Der Flieder duftet erst in den späten Nachmittagsstunden und nachts besonders intensiv, so dass ich ennehme, dass er sich Nachtfaltern anbieten will. Das Gehölz stammt aus dem nördlichen China, duftet also hier wohl vergeblich . ..orthodoxe Wildpflanzengärtner werden ihn wohl verbannen. Immerhin bieten sich die Laubblätter als Nahrungsquelle für Fliederblattrüssler,an, so dass das Gehölz also nicht völlig unnütz für einheimische Nahrungsketten  ist.
Flieder gehörten schon immer zu meinen Lieblingspflanzen, deshalb habe ich auch etliche im Garten gepflanzt.  Syringa 'Sensation' hat allerdings im letzten Winter etwas gelitten, den werde ich nach der Blüte einen Verjüngungsschnitt geben, und die verdorrten Äste eliminieren müssen.

Jetzt blüht auch endlich meine Wisterie, es scheint eine andere Sorte zu sein als die in den Nachbargärten hier., die bereits am Verblühen sind. Sie war  eine meine ersten Anschaffungen hier, so dass ich gar nicht mehr weiß, welche Art, welche Sorte. Wenn ich mir die langen Blütenstände anschaue, meine ich, dass es sich um W. floribunda handelt, also die japanische Wisterie.
Ich habe mal nachgemessen, die Blütenstände sind 60 cm lang. Bei Wikipedia gibt es Angaben von 30-50 cm. Außerdem wird beschrieben, dass die Art auch ein relativ langes Jugendstadium hat, bis sie tatsächlich blüht. Auch ich habe mich in Geduld üben müssen.  Es wird wohl eine W. sinensis sein.
Wisteria floribunda

Nachdem sie im letzten Jahr nur drei, vier einsame Blüten getrieben hatte, habe ich im letzten Jahr meine "Schnittkünste" an ihr ein wenig verändert. Normalerweise gibt es bei Wisterien einen Sommer- und einen Winterschnitt. Dieses Jahr habe ich im Sommer sehr verhalten geschnitten und im Winter überhaupt nicht.  Sie blüht dieses Jahr eindeutig besser, aber wie muss ich wohl schneiden, wenn ich so eine üppige Blüte erzielen will, wie auf manchen Fotos  im Netz zu sehen ist?

Sie hat einen intensiven Duft, der mich immer an frisch gewaschene Wäsche erinnert, hier lese ich, dass sie nach Vanille duftet..hm...die Duftwahrnehmung scheint individuell sehr verschieden zu sein.
Hesperis vulgaris


Die Duftsinfonie ergänzen die 'Matronenblumen' in meinem Garten, die sich wild selbst versäen und mit ihren zarten weiß-violetten Blüten gut in ein wohl  von mir 'unbewusst' erzeugtes 'Farbschema passen. Ich finde den deutschen Namen wunderbar passend, gefällt mir besser als Nachtviole *grins* ! Obwohl die Bezeichung 'Matrone' heutzutage eher negativ verwendet wird , habe ich dann doch einmal genauer hingeschaut und mein Halbwissen über die Herkunft der Bezeichnung 'Matrone' verbessert.
(v. lat.: matrona: Frau von Stand, Familienmutter, ehrbare Ehefrau, vornehme Dame, Herrin und Gebieterin sowie Anrede oder Beiname für die trinitäre Juno) 
Bei den Römern wurde jede jede ehrbare verheiratete Frau so bezeichnet. "Sie genoß die größte Achtung, und sie anzurühren war selbst nicht bei einer gerichtlichen Vorladung gestattet. Ihre Tracht war die lange weiße Stola, der Palla genannte Überwurf und das in sechs schlichte Flechten geteilte, von wollenen Bändern (vittae) durchwundene Haar." Link 
Wundervoll!

Aber wie kommt diese Pflanze zu diesem Namen? 


Paeonia rockii
Eine weitere Rockii-Hybride ist auch erblüht,  sie soll  aus den  Rockiis (Samen)  des BoGas Berlin gezogen worden sein und kam dann vor Jahren als Sämling in meinen Garten.
Sie duftet im Gegensatz zu den Staudenpäonien nicht, und auch die weißen Blüten,  mit ihren tiefvioletten Basalflecken  sind nur von kurzer Blühdauer.
'High Noon'
Eine weitere Strauchpfingstrose beginnt zu blühen: 'High Noon' mit gelben, nickenden Blüten. Meine Idee sie mit dem komplementärfarbigen Flieder ' Andenken an Ludwig Späth' zu pflanzen stellt mich nicht zufrieden...Der Flieder  ist ein gewaltiges Teil, und leider blühen beide Pflanzen nicht zur selben Zeit. 'Ludwig Späth' ist schon fast verblüht.

Sonntag, August 08, 2010

Einmischung

Phlox paniculata 'Peppermint Twist'
Jetzt die die Hochzeit des Phloxes schon fast vorrüber, aber einige Sorten stehen immer noch voll in der Blüte und vor allem auch im Duft. Morgens und abends ist der Duft besonders intensiv, dann muss ich nur die Augen schließen und bin (fünfzig Jahre jünger) im Garten meiner Großeltern. Die sind schon lange, lange tot ...aber neben den Pfingstnelken ist Phlox eine der Stauden, deren Duft mich immer um Jahre zurückführt in den 'Garten der Erinnerung'.
Phlomis russeliana
Aber eigentlich geht es um profanere Dinge, nämlich darum, was passiert mit Stauden nach der Blüte? Befolgt man die Ratschläge naturnah Gärtnernder, dann lässt man Samenstände stehen und schneidet nichts weg. Für Wildstauden, wie beispielsweise Phlomis russeliana, mag das angehen, da sehen die Samenstände im Herbst und dann - wie im letzten Winter- mit Schneezipfelmützen wirklich sehr hübsch aus. Bei allen anderen  halte ich mich inzwischen an die alte Gartenschule und köpfe nach der Blüte, betreibe das sogenannte 'deadheading'. Wie das bei unseren britischen Nachbarn gemacht wird, hat hier die BBC zusammengetragen...sogar mit  Video!
( Ungeköpft bleiben auch einige Karden, hin und wieder eine Nachtkerze, weil die Samen gerne von den niedlichen Stieglitzen gefressen werden)


Letztes Jahr hatte ich nur ein paar Blütenstande der relativ neuen Phloxsorte' Peppermint Twist' stehengelassen und prompt hat sie sich direkt unter der Mutterpflanze ausgesät, ebenso wie Phlomis übrigens. Und was dann passiert, dokumentiert der pinkfarbene Ausreißer auf dem Foto: die Zuchtsorte mendelt aus. Für diese Sorte wird sowieso empfohlen Abgeblühtes sofort herauszubrechen ,weil 'Peppermint Twist' nachblüht, so dass man länger etwas von ihr hat.
Also habe ich mich da mal massiv bei Mutter Natur eingemischt und radikal die pinken Farbausreißer eliminiert und die abgeblühten Teile ausgekniffen.
(Wieso eigentlich deadheading? Nach der Blüte geht's für die Pflanze doch erst richtig los?)

Phlomis hat sich übrigens auch ganz hervorragend versät. Die kleinen Setzlinge habe ich dann ganz schnell getopft, so dass ich hoffentlich bald mehr von dieser aus der Türkei stammenden Wildpflanze habe, die hier tatsächlich vollkommen winterhart ist.

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Phlomis Absaat
Auch meine beide Jeffersonias ( dubia und diphylla) sind Selbstaussäer in meinem Garten. Besonders über den Zuwachs bei J. dubia habe ich mich gefreut, ist sie doch ein bestechend hübscher Frühjahrsblüher, aber auch absolut robust und widerstandsfähig. Selbst Umpflanzen hat sie ohne Rumzicken überstanden. Und das obwohl bei meinem Staudenheiligen Karl Foerster zu lesen ist: "Jeffersonia dubia, die erst mit diesem Jahrtausend ihren Weg in die Gärten nahm, wirkt wie ein verklärtes Leberblümchen, hält aber üppig weiterwachsend unglaublich treu auch an schwierigen Gartenplätzen aus. Verpflanzung kräftiger Stöcke führt zum Verlust. Die fein aufgeteilte Pflanze gehört in Töpfe und geschützte Halbschattenplatz. Die Topfexemplare wachsen später glänzend." aus: (Blauer Schatz der Gärten)"
Jeffersonia dubia Absaat
Da habe ich noch einmal Glück gehabt.
Ganz radikal bin ich inzwischen bei  Virginia-Dreimasterblume (Tradescantia virginiana) , auch eine von Foersters blauen Gartenschätzen. Sie verblüht bei mir im Juli. Die Staude in meinem Garten ist schon sehr alt, da sie bereits von meinem Vorgänger in den Garten gepflanzt wurde. Bereits dreimal geteilt, fällt sie aber nach der Blüte immer auseinander, was ich als störend empfinde. Außerdem versät sie sich auch sehr stark, was ich durch den Schnitt verhindern möchte.
Aber bin ich der Staude überhaupt gerecht geworden?  Zu viel der Einmischung? Bei Foerster kann man nachlesen, dass die Pflanze aus Neotropis ( Foerster dachte allerdings, sie käme aus 'Virginien) durchaus von Mai bis Oktober blühen, wenn...ja... wenn man sie nicht in den Schatten setzt , so wie ich.

Jetzt geht's endlich los

  Während es heute schon wieder munter vor sich hin pladdert, hatten wir gestern einen wunderschönen, sonnigen Märztag, so dass mei...