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Mittwoch, März 04, 2015

Spinnennetz-Effekt


Kalt ist's und Graupelregen macht den Tag heute auch nicht besser. Am Futterplatz haben sich noch mehr Zeisige aus der Umgebung eingefunden und  fressen um die Wette, und auch die Meisenknödel sind regelmäßig besetzt. Diese Vögel sind alle sehr schreckhaft und auf der Hut. Der Futterplatz liegt ca. 10 m von den Küchenfenstern entfernt, die Scheiben sind schmutzig, es gibt  Fensterschmuck, Aufkleber, allerdings keine Gardinen.  Und leider wird diese Tatsache häufiger zum Schicksal einiger der Vögel. Sie fliegen gegen die Scheiben. 

Bergfink( männl.vorne, weibl. dahinter) und Birkenzeisig ( männlich)
Dabei hatte ich angenommen, ausreichend dagegen zu tun. Und unsere Fensterflächen sind eigentlich eher klein im Vergleich zu den Fenstern der Nachbarn. Die schützen ihre Scheiben mit Hilfe von Windspielzeug in Massen. Muss mal nachfragen, ob das hilft.
 
Birkenzeisig( weibl.)

Das Problem ist bekannt ...auch  Wissenschaftler beschäftigen sich damit. Firmen ( z.B.Ornilux) entwickeln das passende, für Vogelaugen sichtbare Fensterglas.
Das klingt sehr gut, aber ich werde jetzt sicher nicht mein Fensterglas austauschen. Mir war auch der Tipp mit den ungewaschenen Fensterscheiben bekannt, aber offenbar reicht das nicht. Auf dem Foto ist deutlich zu sehen, dass unsere Scheiben schmutzig sind.  Der Aufkleber haftet allerdings von innen, das müsste ich dann wohl ändern. Vielleicht besprühe ich den dann zusätzlich mit dem Haarspray mit UV-Schutz, dass die Haare so schön fettig macht *grins* .
Nabu gibt entsprechende Tipps https: //www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/01079.html , einer davon: 'Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Einsprühen der Aufkleber mit wasserunlöslichem Sonnenschutzmittel, das einen hohen Lichtschutzfaktor aufweist, die Sichtbarkeit der Silhouetten und damit deren Wirkung stark erhöht. Durch das Sonnenschutzmittel werden kurzwellige Sonnenstrahlen reflektiert, die von Vögeln sehr gut wahrgenommen werden. So erkennen die Vögel das Hindernis. Dies funktioniert auch bei bewölkten Tagen. 
 

Interessant finde ich die Lösung, die hier beschreiben wird, der sogenannte Spinnennetzeffekt.
Spinnen schützen ihre Netze, und zwar nur die Radnetzspinnen,vor Vogelkollisionen , indem sie ihre Spinnennetze durch UV-Reflexion schützen.Vögel haben eine höher entwickelte Sehphysiologie als wir Menschen, weil sie einen vierten Zapfentyp in der Netzhaut haben, der sie UV-Licht wahrnehmen lässt. 
Es wurde also von dieser Fa. hier ein sogenannter 'Birdpen' entwickelt mit dem man den Spinnennetz-Effekt auf den Fensterscheiben nachahmen kann. Den werde ich mir mal besorgen. 

Sonntag, Mai 26, 2013

Ergiebiger Dauerregen



Während ich zu Pfingsten mit meinem Ehemann noch auf das gute Wetter mit meinem Geburtstagschampagner ( aus dem März) angestoßen hatte, aufgewertet mit in Waldmeister mariniertem Rhabarber (auf Moritz+Martinas Empfehlung via Fernsehen), ist der Sinn uns momentan mehr nach warmem Tee und Lamawolle-Plaid.


Während letztes Wochenende jede Menge Insekten unterwegs waren, sehe ich jetzt außer dem einen oder anderen Käfer  keinen Flugverkehr im Garten. Die Löwenzahnfläche, die ich schon längst hätte angehen müssen um Samenflug zu vermeiden, diente den Distelfinken als Futterstätte, die sie täglich aufsuchten.


 Pünktlich zu Pfingsten hatten auch die ersten Rockii-Hybriden angefangen zu blühen , man konnte allerdings zusehen, wie sie in  der Sonne regelrecht verschmorten.


Auch die Quitten standen in voller Blüte, das Bäumchen war so voll wie lange nicht mehr.


Alles dahin, es regnet und das in Strömen, die Regenlast wird zu schwer für die aufgeblühten Stauden und Gehölze, sie sinken langsam aber sicher zu Boden .

 

Der Blauregen trieft, die Blüten hängen schwer so tief, dass wir uns bücken müssen um nicht nass zu werden, wenn wir  durch die Pforte zur Haustür wollen.
.

Die Pfingstnelken haben sich zusammen mit dem Kakaskadenthymian als ideale Wegrandbepflanzung erwiesen, sind aber auch nicht begeistert von so viel Regen.


Syrina meyeri ist absolut nicht mehr zwergig, sondern ist mir über den Kopf gewachsen. Der Regen lässt die Blüten schwer werden, dass die Äste sich gen Boden neigen und die alte Strauchrose mit heruntergerissen haben .Sie versperrt den Weg...und ich werde wieder nass auf dem Weg zum Haus... Gekippt ist auch Clematis erecta, obwohl ich sie dieses Jahr sogar vorbeugend gestützt hatte. Also muss ich wohl raus und sie bei diesem Regen noch einmal aufrichten!


 Die große  P. Rockii aus dem BoGa Berlins, blüht auf, ich werde die Schönheit ihrer Blüten nächste Woche nicht erleben können...es soll weiter regnen.


Eine der Blüten gibt wenigstens ein wenig Einblick, sieht aber jetzt schon ziemlich zerzaust aus.
Auch 'High Noon' ist in voller Blüte, aber bei dieser Sorte haben die Blüten eh die Tendenz  ihre Blüten zu neigen.


Dieses Merkmal ist wohl auf ihr Elternteil P. dalavayi zurückzuführen, die ebenfalls hängende Blüten haben.   Der Strauch wächst im vorderen Teil des Gartens und ist mir ebenfalls über den Kopf gewachsen, so dass ich ihre Blüten von unten fotografieren kann.



Diesen wilden Schönen macht das Regenwetter nichts aus. Auch die Mispelblüten scheinen sich aus dem Regen nichts  zu
machen. Sie sehen perfekt aus und durch den Regen wie gelackt! 


 ... und Meconopsis cambrica sieht auch im Tegen patschnass noch nett aus ! Ein nettes 'Unkraut '!


Die Stauden und Rosen sehen prall und grün aus  und sind  bombastisch in die Breite gegangen. Bei einer meiner Staudenpfingsrosen fällt mir zum ersten Mal auf, dass sie vielblütig ist. Was wird das wohl ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Blüten aufgehen werden. Die sind doch vorherbestimmt abzustürzen. Wie stützte ich die denn nun noch ab??


Auch auf dem Hochbeet ist's grün. Die ersten Ernten haben schon stattgefunden: Bunte Radieschen und Salat und Kerbel. Wir haben uns dann trotz Regens noch durchgerungen das Beet neben dem Hochbeet zu 'entgierschen' , damit dort noch zwei Rosen gesetzt werden können, die schon lange darauf warten einen Platz zu finden.: 'Christine Helène', die kleine Kletterrose aus dem Garten meines verstorbenen Vaters und die Portlandrose 'Isphahan' vom Staudenmarkt. Schön nass sind wir geworden!

Zum Mittagessen gab's dann bunten
                                                             Radieschensalat!

Montag, Januar 14, 2013

Behände Schwanzmeisen


Aegithalos caudatus, nordische Variante
 
Gestern besuchten uns außerdem mal wieder ein kleiner Trupp Schwanzmeisen...und zwar wie immer die Unterart mit dem weißen Kopf, auch 'Nordische Schwanzmeise' genannt. Obwohl den ganzen Vormittag trübes Winterwetter herrschte, kam für den Auftritt der kleinen Meisen kurz die Sonne heraus, so dass ich sie vom Schreibtisch durch die Fensterscheibe im Gegenlicht beobachten konnte.



...und weg sind sie wieder...

Schwanzmeisen ((Aegithalidae) bilden innerhalb der Unterordnung der Singvögel eine eigene Familie, zählen also nicht zu den Meisen ((Paridae).
In meinem antiquarischen Buch  'Deutschlands Thierwelt' von Dr. Gustav Jäger aus dem Jahr 1874 lese ich. " Die Schwanzmeise,......durch den ungemein langen Stufenschwanz kenntlich, der dem Vögelchen den Namen "Pfannenstiel" eingetragen hat, ist vom Schwanz abgerechnet einer unser kleinsten Vögel ."
Wer kommt denn auf so etwas? 
Diese winzigen Vögelchen sind wirklich so etwas von behände, dass ich beim besten Willen den Vergleich mit einem starren, plumpen Pfannenstiel nicht verstehen kann....
Ihre sommerliche Nahrung besteht aus kleinen Insekten wie Blattläusen und Co und ihren Eiern und Larven, im Winter muss sie sich dann weitgehend mit pflanzlicher Nahrung zufrieden geben. Schwanzmeisen kommen seit Jahren hier an unsere Futterspender, meistens hängen sie in ihren Trupps an den Meisenknödeln....gestern bis zu viert an einem Futterzapfen.
Zu gerne würde ich herausfinden, wo und ob sie hier im Sommer auch brüten. Laut schlauem Buch sind sie durchaus 'mäßig häufig' als Brutvogel hier zu finden, genauso wie sie 'mäßig häufig' als durchziehender Wintergast aufgeführt werden. Als natürlicher Lebensraum werden Laubmischwald mit dichtem Uferbewuchs, Bruchwald und bewaldete Ufer von Gewässern angegeben, dichte Flurholzstreifen, aber auch Parks und Friedhöfe.  Also müsste das Fließtal- obwohl im Berliner Speckgürtel gelegen.-durchaus Lebensraum bieten.


Und als wollten sie noch einen weiteren Beweis ihrer Behändigkeit beweisen, konnte ich beobachten, wie eine Meise sich aus dem Futterspender einen Sonnenblumenkern  holte und ihn dann sehr manierlich, kopfüber verspeiste. Im Unterschied zu den Kohlmeisen,  die den Kern auf einem Ast sitzend zwischen ihren Läufen einquetschen und dann aufpicken, erledigt die Schwanzmeise ihre Mahlzeit durchaus auch kopfüber an einem Lauf hängend, den Kern in der zu 'Faust' geballten 'Hand' haltend :-)











Sonntag, Januar 13, 2013

Versteckspiel


Hier ist noch richtig Winter, mit -3 °C und einer dünnen Schneeschicht sind wir noch weit von einer Löwenzahnblüte entfernt. Die einzigen Aktiven im Garten sind unsere gefiederten Wintergäste, die wir wieder reichlich zum Frühstücksfernsehen anschauen konnten....wie Elke es hier so treffend formulierte.
Aber bevor ich hier unsere Fernsehstars noch einmal und auch auf die Gefahr hin zu langweilen dokumentiere,  hier unser momentaner Superstar: das Rotkehlchen.
Es gibt nur eines aktuell, das sich vornehm zurückhält, das ganze Gezetere am Futterspender beobachtet und dann, wenn sich Gelegenheit bietet, ganz schnell hinfliegt um sich ein paar Körnchen zu holen.

Als ich selbst heute morgen etwas aktiver wurde um die Schneestimmung im Fließtalgarten zu fotografieren, entdeckte ich es im Vorgarten, wo es selbst sitzen blieb, als ich dort herumturnte. Ich nutzte die Gunst der Stunde und versuchte es ohne Fensterscheibe dazwischen zu erwischen. Aufgeplustert, aber sehr aufmerksam, verfolgte es jeden meiner Schritte und wechselte einfach vom Korkenzieherhaselstrauch in das nicht minder wirre Geäst des Zwergflieders.


 

Sonntag, Januar 06, 2013

Meine Stunde der Gartenvögel


Trotz des frühlingshaften Wetters bei 9°C und reichlich Nieselregen ist ordentlich was los im Garten, die Winterfütterung wird eifrig angenommen.Die Futteraufnahme erfolgt in Intervallen, und zwar für alle hier beobachtbaren Arten: Es gibt Stunden, wo gar nichts los ist, und dann kommen plötzlich  alle zur Massenspeisung.

Gut getarnt

Vom 4. bis zum 6. Januar findet wieder die NABU Mitmachaktion der Wintervögel statt. Und wie letztes Jahr habe ich auch mitgemacht. Beim ( zweiten Frühstück) wurden die Vögel im hinteren Teil des Gartens gezählt. Und natürlich habe ich mir den  zweiten Zeitpunkt der größten Aktivität ausgesucht als alle wieder versammelt waren,also zwischen 10 und 11 Uhr.

Zeisig

Zu meinem Erstaunen konnte ich neben erstaunlich vielen Grünfinken und Zeisigen auch zwei Bergfinken als Wintergäste beobachten. Leider war ich da mit der Kamera wieder mal zu langsam.

Distelfinken oder Stieglitze

Meine Ausbeute in Zahlen:
Distelfinken ( Stieglitze) : 7
Grünfinken: 10
Zeisige: 7
Bergfinken: 2
Buchfink:1
Feldsperlinge: 5
Blaumeisen: 5
Kohlmeisen: 3
Rotkehlchen: 1
Buntspecht: 1
Amsel: 1 ( aber nicht am Futterplatz)


Nicht am Futterplatz, wohl aber im Garten wurde dann noch ein Zaunkönig beobachtet, der noch nie am Futterplatz beobachtet wurde.



Im Garten gesehen werden auch immer wieder eine Haubenmeise, ein Kleiber, Ringeltauben, Eichelhäher, Schwanzmeisen,Elstern,eine Tannenmeise, und eine Sumpfmeise, aber natürlich nur dann, wenn gerade nicht gezählt werden soll :-)

Sumpfmeise ?
Obwohl wir sehr ruhig hinter der Fensterscheibe lauerten, wurden die Vögel immer wieder aufgeschreckt ( keine Katze, keine Menschen waren die Ursache) und flogen in die uns umgebenden Bäume. Bei einer dieser Schreckreaktionen flatterten leider zwei Zeisige in Richtung Küchenfenster und dann dagegen. Dabei sind unsere Fensterscheiben ziemlich staubig-schmutzig.....Während sich der eine sofort wieder rappelte und  davon flog,saß der zweite dann ziemlich bedeppert, aber lebend am Boden. Wir haben ihn aufgenommen und in der Hand meines Ehemannes wärmte er sich wohl ganz schnell wieder auf und flog auf den Apfelbaum.... Ich durfte vorher aber noch ein paar Fotos machen.

Zeisig

Gestresst

Er erholt sich
Weg ist er....

Die Blauregenblüte wird ausfallen

Auch im Garten im Fließtal haben zu früher Austrieb und zwei Spätfrostnächte Spuren hinterlassen. Und das bei Pflanzen, bei denen ic...