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Mittwoch, Januar 20, 2016

Die Erlenzeisige sind wieder da

Erlenzeisig, weiblich
Sie sind wieder da, wie bisher jeden Winter im Januar oder Februar. Anfangs immer nur sporadisch, inzwischen schon in kleinen Trupps, finden sie sich an den Futterspendern ein. Bevorzugt sitzen sie jetzt am sogenannten Energieblock oder den Erdnusskugeln und streiten sich mit den Blaumeisen um den besten Zugang. Dabei sind sie auch untereinander nicht zimperlich: Erlenzeisige ziehen zwar als Teilzieher zusammen umher , gegessen wird dann aber lieber doch alleine.
Männlicher Erlenzeisig

Darf ich auch mal?
Selbst die Blaumeisen wurde verjagt, obwohl beide Arten etwa gleich groß sind. und ähnlich aggressiv im Umgang miteinander und untereinander.
...nein, darfst du nicht.
Verschwinde endlich!
Nur ein keines Stückchen...bitte..?!

Mittwoch, Januar 13, 2016

Keine Ente

Kaum zu glauben, wen wir heute am Futterplatz zu Besuch hatten: Da das Tegeler Fließ als Grenze am hinteren Gartengelände vorbei fließt, leben dort durchaus auch andere an das Wasser gebundene Vögel, die im Allgemeinen nicht an die Futterstelle kommen. Der Eisvogel als Stand- und Brutvogel zieht pfeilschnell vorbei oder kürzt sogar den Weg direkt durch den Garten ab Richtung Fließ,  Stockenten dümpeln entlang, etwas weiter an der Mühle kann man sogar Reiherenten antreffen und in der Dämmerung scheuche ich manchmal aus Versehen ( beim Gang zum Kompost) einen Graureiher auf, der am Ufer seinen Ansitz hat.

Stockenten sind ja schon fast domestiziert, aber dennoch haben die heimischen Exemplare sich noch nie auf unser Grundstück gewagt. Heute morgen war es dann aber so weit. Zwei Erpel und drei weibliche Vögel suchten unterhalb des Futterspenders den Boden ab, den die sehr unmanierlich speisenden Spatzen  hinterlassen hatte. Bei letzteren habe ich immer den Eindruck, dass die nur auserwählte Samen fressen. Keine Ahnung, was sie dazu veranlasst, viele einfach  herauszuziehen und dann fallenzulassen. Nächstenliebe?


Auch ein Kernbeißer profitierte von ihren schlechten Tischmanieren. Er hüpfte auch unten zwischen noch vom Aufasten herumliegenden Kiefernästen und mitgebrachten Stäben aus der gerade aufgelösten Gartenkolonie aus dem Garten meiner Freundin herum.(..worüber noch zu berichten wäre.) Xenia aus dem BerlingartenBlog ist auch eine Leid tragende aus derselben Kolonie. In zu meinem letzten Blog-Beitrag hatte sie zu meinen Vermutungen über die Anzahl der Rotkehlchen in meinem Garten kommentiert.

Aber auch wenn es schwer ist zu glauben, es waren damals tatsächlich vier Exemplare gleichzeitig im Garten, wenn auch nacheinander  an der Futterstelle,....aber ich hatte alle vier im Auge, leider nicht auf dem Chip.




Samstag, Dezember 19, 2015

Meine Meisen

Will die mich etwa fotografieren...
...wusch, ist sie weg
Ja, das ist jetzt meine Haubenmeise. Sie kommt jetzt täglich an unsere Futterstellen und pickt etwas von den Knödeln ab und so plötzlich wie sie auftaucht ist sie wieder verschwunden. Es gibt auch nur eine hier. Als ich stolz meinem Sohn davon berichtete, meinte er, woher ich denn wüsste, dass es sich immer um dieselbe handelt.  Hunderprozentig kann ich das natürlich nicht sagen, denn Haubenmeise A von Haubenmeise B zu unterscheiden, dürfte schwer sein, es gibt noch nicht mal Unterschiede zwischen den Geschlechtern, zumindest nicht in der Zeichnung.

Haubenmeisen sind standorttreu, das Revier besitzende Paar hält sich also das ganze Jahr hier auf. 
Ich habe hier nie ein Paar gesehen. Heißt das, dass sie sich im Winter aus dem Wege gehen? Oder kommen die nacheinander?
Sie bevorzugen Fichten als Futterquelle, deren Samen sie fressen. Die Vögel sind also auf alten Baumbestand angewiesen, und den gibt es hier - diverse uralte Fichten mit den nötigen Zapfen-glücklicherweise noch reichlich. Ein Hoch auf die Sechziger Jahre...da wurden all die Blaufichten, Sitka-Fichten und Gemeinen Fichten der Gegend gepflanzt.
Als einzige Meise, die in Kiefernwäldern vorkommt, wird sie sich über unser Exemplar mit seinem üppigen Kiefernzapfenangebot freuen. Beobachtet, dass sie dort Samen frisst, habe ich das allerdings noch nicht. Im Sommer frisst sie lieber Insekten und Spinnentiere.Was ich auch erstaunlich finde, Haubenmeisen richten Futterdepots ein. Da muss ich doch mal genauer schauen, ob sie das auch in der Kiefer tun. Die Quelle beschreibt , dass sie zerhackte Walnüsse mögen...leider sind die generell an meinem Futterplatz beliebt, wie richte ich also eine Spezial-Futterstelle für meine Haubenmeise ein ;-)
Da sie inzwischen jedes Jahr im Winter an der Futterstelle erscheinen, habe ich mich mal ein bißchen belesen. Es gibt erstaunliche viele Unterarten dieser Art in Europa, die von Portugal bis in den Ural und den Polarkreis anzutreffen sind. Ich lese, dass sie morschholzreiche Bestände und solche mit tief hinabreichendem Astwerk bevorzugt...morsch wahrscheinlich, weil dann Spechte dort Bruthöhlen hämmern, aber selbst morsche Baumstämme sollen ihnen als Bruthöhlen dienen. Künstliche Bruthöheln sollen nur selten angenommen werden. Nunja, hier gibt es glücklicherwiese auch noch reichlich altes  vor sich hinrottendes Holz., obwohl es auch hier inzwischen sehr aufgeräumte äh ausgeräumte Gärten gibt.

Meine andere 'Meise' ist gut getarnt, anfangs habe ich sie für eine schlecht ernährte Kohlmeise gehalten, bis  ich mal genauer hingeschaut habe. Aber an dem grauen Rücken und dem markanten weißen Nackenfleck erkenne ich sie inzwischen auf Anhieb. Außerdem haben sie auch keinen schwarzen Längsstreifen über Brust und Bauch wie die Kohlmeisen.
Und sie erschien heute Morgen auch als Pärchen, scheint also etwas geselliger zu sein. Aber die haben es noch eiliger als Blaumeisen und die erwähnten Haubenmeisen. Es war schon recht schwierig, die aus dem Fenster zu fotografieren, zumal die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.

Tannenmeise


Tannenmeisenpärchen
Die sind offenbar auch ganzjährig hier zu Hause. NABU hat ein paar bezaubernde Fotos
dieser winzigen Meisen auf ihrer Webseite. 
Am häufigsten sind jedoch die Blaumeisen am winterlichen Futterplatz, und die sind dann auch sehr streitbar...und vertreiben gern jede anderen Nahrungskonkurrenten.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass meine Haubenmeisen auftauchen würden, während ich hier diesen Bericht schreibe. Die Tannenmeisenfotos und das der Blaumeise sind heute entstanden,. Vermutlich zehren die noch von ihren Vorräten vom letzten Mal.

Die Blauregenblüte wird ausfallen

Auch im Garten im Fließtal haben zu früher Austrieb und zwei Spätfrostnächte Spuren hinterlassen. Und das bei Pflanzen, bei denen ic...