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Montag, April 11, 2016

Sonntäglicher Gartengang

Morgens sind die Blüten der Herzblattschale noch geschlossen.
Am Samstag war noch richtig schönes Gartenwetter, so dass ich auch einiges geschafft habe. Heute wird es erst jetzt gegen Abend sonnig, vorher war es trüb und mit 10 °C hundekalt. Ich hatte keine Lust, wie gestern den blöden Giersch zu bearbeiten.  Er kommt jetzt mit aller Macht aus den dunklen Gefilden der Fließtal-Unterwelt heraus an Stellen, die wir bereits meinten bearbeitet zu haben.

Diese kleine Schönheit 'Jeffersonia dubia', die schon sehr lange dort zuverlässig wächst, wollte ich nicht stören und haben sie deshalb nicht aufgenommen. Und siehe da..auch dort hin hatten es die Rhizome des Gierschs schon geschafft.


Inzwischen sind die alten Hemerocallis, Aster und Helianthus-Stauden wieder an Ort und Stelle gelandet, dazwischen auch die Gräser und meine zwei Austin-Rosen.  Jetzt fehlen nur ein paar Blütenstauden für den Sommer. Auf dem Berliner Staudenmarkt hatte ich keine Muße mehr danach zu suchen. Das Gartenjahr fängt aber auch gerade erst an...es gibt hier im Berliner Raum noch etliche andere Märkte.

Auf den anderen Beeten blühen zu meiner Überraschung doch Narzissen , die hatte ich  ganz vergessen. Ja, ein Sack Zwiebeln war im letzten Herbst dann wohl doch noch gepflanzt worden. Ich hatte nur  Ästchen zur Markierung gesetzt, die Namen für die Zwiebeln waren aber leider nicht im Langzeitgedächtnis abgelegt worden.



Die in den Vorjahren gesteckten Narzissen verabschieden sich trotz Düngung, da sind nur ein paar wenige wieder zur Blüte gekommen. Die Sommer hier sind einfach zu trocken hier.
Dafür fühlen sich bestimmte Primeln wohl, Primula veris versät sich sogar. Sie liebt den kalkhaltigen Boden hier, den ich mit Humus angereichert hatte.

Samstag, September 26, 2015

Es ist Herbst


Im Spätsommer scheine ich immer vergessen zu haben, wie schön der Herbst sein kann, wie es noch einmal farbig in den Beeten wird. Jetzt ist es wieder so weit.
Es ist mir in den Jahren nicht gelungen die 'Blühlücke', die im August/ Anfang September im Garten entsteht, zu schließen...aber jetzt wird's so langsam: Das wird noch ein goldener Oktober!




Die Temperaturen sind morgens, wenn ich zur Arbeit gehe, zwar schon ziemlich ungemütlich ( nachts fällt das Thermometer hier auf (6- 8° C) aber wenn ich in der S-Bahn zurückreise, ist es wieder so warm, dass ich mir die Jacke ( Strickjacke,Regenjacke) runterreißen muss.
Inzwischen ist Helianthus' Lemon Queen' voll erblüht und auch die Raublattaster öffnet gemächlich ihre Blüten. In den Vorjahren stellten sich dann auch immer zuverlässig die Schmetterlinge ein, bisher hat sich nur selten einer verirrt...wie ich sowieso finde, dass sie dieses Jahr weniger waren als in den Vorjahren.


Erst jetzt beginnt auch Solidago' Fireworks' seine Knospen zu öffnen; während der gewöhnliche Bahndamm-Solidago bereits am Verblühen ist. Nachdem ich im Berlin-GartenBlog las, dass auch dort dieser kultivierte Herbst-Gelbblüher ein Plätzchen bekam, habe ich ihm einmal etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Der war bisher immer nur ein Mitläufer..


...und da fand ich dann beim Nachlesen heraus, dass wenn es um die Ansprüche geht, Goldrute nicht gleich Goldrute ist...und ich die Unverwüstlichkeit nicht von Solidago canadensis auf alle seine Verwandten übertragen sollte. Mein Exemplar Solidago rugosa 'fireworks' hat offenbar andere Bedürfnisse als der Kanadier. Obwohl er schon über ein Jahrzehnt hier zuhause ist ( in Olaf Grabners Staudengalerie irgendwann erstanden), verbreitet er sich sehr zurückhaltend...ich hätte ihn eigentlich etwas üppiger an der Stelle, und zwar so so, wie in diesem Link.
Man beachte im Hintergrund den darbenden Viburnum chinensis, ein Opfer der Sommerdürre?
Er steht auf dem abfallenden 'Ostbeet', das zwar viel Sonne hat, aber steinigen und sandigen Boden. Schließlich wollte ich von Anfang an einen nachhaltigen Garten, der naturnah wirkt und keine zu pflegeintensiven Stauden pflanzen. (Es gibt zu diesem Thema einen wunderbaren Band von F. Köhlein "mit Prairiestauden als dauerhafte Begleitern"). Und da dachte ich eben Goldruten sind wild, durchsetzungsfähig und völlig anspruchslos.
Aber...Solidago 'Fireworks' braucht offenbar etwas feuchteren Boden, wenn auch bei gutem Abzug. Nachzulesen ebenfalls im Link.


'Leonardo da Vinci' ist ebenfalls ein Dauerbrenner über die Jahre, und das obwohl ihn diesen Herbst der Sternrusstau ziemlich stark befiel. Seine Duftlosigkeit nehme ich in Kauf, aber diese Rose hat sich als immens winterhart erwiesen, remontiert kräftig, und ihre becherförmige Blütenform mag ich sowieso.



Wie gelackt sehen morgens die Riesentagetes  ...sie sind mindestens einen halben Meter hoch.... im Morgentau auf dem Hochbeet aus. Mochte ich nie diese Dinger,  aber es gibt Varianten, denen ich inzwischen nicht mehr widerstehen kann. Deshalb haben ich mir von dieser Sorte auch Samen für nächstes Jahr abgenommen, auf dem Hochbeet waren sie ein idealer 'Schneckenablenker'.

Der Riesentrumm 'Poncirus trifoliata' trägt wie in jedem Jahr Früchte, die sich gerade gelb färben. Die dekorative Herbstfärbung der Blätter lässt noch auf sich warten.

Auch bei der Quitte warte ich auf die Gelbfärbung, hoffentlich passiert das vor den Ferien, sonst muss ich meinen Sohn beauftragen sie zu ernten. Wir sind in den Ferien in Urlaub, Sohnemann und Freundin ziehen ein zum Housekeeping und Brandenburg- Urlaub.


Auch die Mispel ist trägt, aber die brauchen eh Frost bis zur Ernte...und das dauert hoffentlich. Eine Waldrebe blüht, keine Ahnung, welche Art ich da gepflanzt hatte. Die andere im Herbst blühende Waldrebe namens Clematis maximowicziana.  hat gerade erst Blütenknospen entwickelt, der Zwergflieder über den sie rankt, sieht dagegen schon herbstlich aus.

Genauso wie mein anderer wilder Ranker Vitis coignetiae, der geradezu im Sonnenlicht leuchtet.




Bei meinen anderen 'Garten-Leuchten', den drei Sorten des Staudenknöterichs 'Persicaria amplexicaule' stelle  ich eine unterschiedliche Blühdauer fest. Mein wucherndes Erbstück ,vermutlich die Sorte 'Firetail', hört allmählich auf zu blühen. Unsere Postbotin war so begeistert davon gewesen, dass wir ihr ein paar Stücke abgestochen haben und unter den Briefkasten gestellt haben.


Wie finde ich eigentlich heraus, wer der Züchter ist, und wann die Sort^e in den Handel kam? Wüsste ich gerne, denn die Mutterpflanze meiner Exemplare wuchs schon vor vierzig Jahren im Garten meines Vaters .
Die anderen Sorten sind noch nicht so lange im Garten, die lachsfarbene Sorte habe ich von einem belgischen Gärtner, der immer zum Staudenmarkt in Berlin kommt. Mein absoluter Liebling, ich meine, sie heißt 'Orange Field'.

Und zum Schluss noch unsere 'Miss Marple', eine Erdkröte, der ich hin und wieder im Garten begegne. Im Herbst hat sie immer den unheilvollen Drang die Treppe zum Keller herunter zu marschieren. Was sucht sie da?


Sie soll sich gefälligst ein Loch unter meinem Reisighaufen buddeln und dort überwintern, sonst wird sie noch irgendwann beim Öffnen der Tür zerquetscht.

 Ich habe sie bereits einmal dort hingetragen, aber sie kehrte wieder.

Sonntag, August 30, 2015

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Im Screenshot aus Gardens Illustrated, die ich jetzt jeden Monat auf meinem Handy auch in der S-Bahn lesen kann, erfährt man zwar, dass dieses Malvengewächs erst im dritten Pflanzjahr so richtig in Form kommt, aber mein zweijähriges Exemplar 'Althea cannabina' ist schon dieses Jahr glorios.
Von der Pflanzenfamilie der Malvengewächse habe ich eindeutig zu wenig im Garten, dabei sind das doch herrliche Hochsommerblüher. Der Hochsommer neigt sich zwar dem Herbst zu, aber sie blüht noch immer unermüdlich.

Die Pflanze hatte ich letztes Jahr in der wunderschönen Gärtnerei 'Staudenschmiede' in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt und mitgenommen...und wie immer falsch eingeschätzt und völlig idiotisch gepflanzt.
Sie steht auf einem Beet ganz vorne und überragt alle anderen Gewächse dort. Die in der Beschreibung angegebenen 2,5 m sind es nicht geworden, aber fast 2 m sind es schon.


Merkwürdig ist, dass in der englischen Gartenzeitschrift , angegeben wird, sie in nicht zu nährstoffreichen Boden zu pflanzen, bei der Staudengärtnerei 'Gaissmeyer', die sie auch führt,  nährstoffreicher und feuchter Boden empfohlen wird.
Im Beet in meinem Garten ist es weder feucht noch nährstoffreich, allerdings herrscht sicherlich eine hohe Luftfeuchtigkeit, da es direkt am Fließ liegt.





In der englischen Gartenzeitschrift gibt es regelmäßig die Rubrik ' Plantman's favourites' und im Monat August kam der 'Nurseryman' Hans Kramer aus den Niederlanden zu Worte und empfiehlt den 'Hanffblättrigen Eibisch' als einen seiner Favoriten für den Monat August.
Und ich muss ihm zustimmen, ich bin auch ganz vernarrt in diesen Riesenstrauch, an dem sich unermüdlich neue Blüten öffnen. Außerdem ist die Pflanze ein Magnet für Bienen.


Ein Rätsel ist mir allerdings, wieso der Name darauf hinweist, dass sie hanfblättrig sein soll. War der Namensgeber bekifft?  Na gut, offenbar sind die Blätter beim Austrieb hanfähnlicher, wie man auf diesem Foto aus dem Netz deutlich erkennen kann. Mir ist das gar nicht aufgefallen. Vielleicht ein Beispiel für Blattdimorphismus, wie es ja auch der Efeu zeigt.








Sonntag, September 22, 2013

Sonntagsgarten im September

Heute gibt's mal wieder einen Bericht aus dem eignen Garten, der sich schon ziemlich herbstlich gibt.
Nach den Gang zur Wahlurne ...ein kritischer Gang durch den Garten.


Bei jedem Schritt sehe ich, was ich alles vernachlässigt habe. Die Korkenzieherhasel hat schon wieder meterlange Wildschosser. Ich glaube, von der werde ich mich bald trennen. Ich habe es satt ständig darunter herumzukriechen, um diese wilden Haseltriebe abzusäbeln. Andererseits ist sie im Frühling Schattenspender für die ersten Frühblüher....
Neben dem alten Kerzenknöterich 'Bistorta amplexicaulis 'Firetail' , den ich vor zwanzig Jahren aus dem Garten meines Vaters bekommen habe, wächst inzwischen noch eine weitere Sorte der Art im Garten. Auch sie expandiert... Es handelt sich um 'Orange Field', gefällt mir fast besser als der Feuerschweif....und orange finde ich den ja eigentlich nicht so richtig.


Die Cimicifuga simplex 'Brunette', die Oktober-Silberkerze, kommt nach dem Umpflanzen auch wieder in Fahrt, es war viel zu trocken für sie direkt unter der Kiefer.


Meine Wildrosen tragen reichlich Hagebutten, wenn es nicht so aufwändig wäre. würde ich glatt mal versuchen daraus Hagebuttenmarmelade herzustellen.  Aber die Vögel werden es sicherlich schätzen, wenn für sie noch reichlich zur Verfügung steht.  Die stacheligen Früchte der 'Rosa roxburghii' fallen alle von selbst ab, sind momentan dekorativer Herbstschmuck auf der Fensterbank. Da könnte ich direkt mal einen Aussaatversuch starten.




Auch das ordinäre Pfaffenhütchen am Fließ ist übervoll mit Früchten, die im Gegensatz zu uns für Vögel ungiftig sind. Irgendwo habe ich gelesen, dass die jetzt gerade herausplatzenden Samen die Lieblingsspeise der Rotkehlchen sein sollen, bei NABU werden die Samen sogar als Rotkehlchenbrot beschrieben. Es sind dort zwar Vögel unterwegs , aber welche habe ich noch nicht feststellen können.


Andere dekorative Früchte hängen an 'Poncirus trifoliata', ungenießbar für Mensch und Tier.  Der Strauch ist inzwischen fast drei Meter hoch gewachsen, einige der Früchte könnte ich aus dem Wohnzimmerfenster ernten.


Ich hätte nie gedacht, dass der Strauch so hoch und auch furchtbar breit wird. Wir haben sie schon mehrfach gestutzt, da sie eigentlich völlig unmöglich an dem Platz ist.



Essbare Früchte gibt es auch im Garten. Die Quitten brauchen noch ein bißchen mehr Sonne, bei der Mispel muss ich noch bis zum Frost warten, auf den ich aber momentan noch gut verzichten kann.
Ich freue mich aber schon auf das Ausprobieren des Mispelmarmeladerezeptes aus dem Buch der elsässischen Marmeladenkönigin Christine Ferber.


Reichliche Niederschläge dieses Sommers haben wohl dazu geführt, dass die Waldhortensie ins Wuchern geriet. Auch hier muss ich mir etwas einfallen lassen, damit der Weg nicht völlig zuwächst.


Liegt das nun daran, dass ich die alten Triebe des Vorjahres diesmal im Frühjahr nicht heruntergeschnitten habe, oder fühlt die sich einfach nur wohl dort und wuchert deshalb so vor sich hin?
Das Fotos ist absichtlich weichgezeichnet, dann sieht man die ebenfalls wuchernden Wildkräuter nicht so genau ;-) Ich muss dringend jäten und fegen.....aber der Igel freut sich über so viel Wildnis., ich mag's eigentlich auch wild, nur nicht, wenn ich dabei nass werde. Vielleicht sollte ich beim Jäten die  wasserdichte Hose anziehen, die ich beim Segeln anhatte?


Cornus kousa var. chinensis sieht dieses Jahr schon wieder sehr mitgenommen hat, dabei hatte ich ihn im Herbst noch mit einer extra dicken Kompostschicht abgemulcht. Das wird wohl nichts mit 'spektakulärer' Herbstfärbung der Blätter. 
Ich hatte doch schon irgendwo mal herausgefunden, weshalb das Gehölz an den Blattspitzen verbräunt. Wo habe ich das festgehalten? 
Also tröste ich mich mit der schönen Nachblüte der Rosen. 


'Ghislaine de Feligonde' blüht verhalten an den Triebspitzen zum zweiten Mal, aber wie immer wunderschön! 'Snow Goose' kommt sowieso erst im Spätsommer und Herbst so richtig in Fahrt.Die Rose ist eine der wenigen Austin Rosen, die mir aus meinem Besuch in Great Britain im letzten Jahrtausend geblieben ist . alle anderen haben sich verabschiedet.

Auf die Astern muss ich noch warten, die haben erst ein paar Blütchen geöffnet, dafür sind aber die Dahlien Dauerblüher!



 ...und diese Wildpelargonie war diesen Sommer auch ein Dauerblüher, ich habe gar keine Ahnung, wie sie heißt. 

Jetzt geht's endlich los

  Während es heute schon wieder munter vor sich hin pladdert, hatten wir gestern einen wunderschönen, sonnigen Märztag, so dass mei...