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Freitag, Juni 03, 2016

Ein Tag als 'Obergärtnerin'

Mein Sohn hat seinen freien Tag geopfert , um mich zu unterstützen. Vor zwei Tagen, als es hier noch reichlich regnete, und der Himmel bedeckt war, hat er sich der Buchshecken angenommen, die von Jahr zu Jahr wilder zu werden scheinen.
Als ich als  vor Jahren anfing mir die von Bauerngärten inspirierten Hecken selbst zu ziehen, kam mir gar nicht die Idee auf Buchssorten zu achten.
Die Sorte 'Buxus semp. var. Arborescens' gehört -wie ich inzwischen als Mitglied der Buchsbaumgesellschaft weiß- zu den starkwüchsigen , gleichzeitig aber auch sehr widerstandsfähigen Arten. Auch wenn man( ich ;-) damals schon am Namen hätte erkennen könnte, dass diese Buchsart nicht grundlos auf deutsch 'Baumwüchsiger Buchs' heißt, war das vor 20 Jahren, als ich damit anfing völlig irrelevant. Die Sorte gab es in der Gärtnerei um die Ecke preiswert, und dann wurde sie eben gepflanzt und vermehrt.
Aber inzwischen glaube ich es auf Wort, dass B. arborescens zu 5 bis 7m hohen Kleinbäumen heranwachsen kann, wenn man ihn lässt. 
Wenn ich unsere Hecken schneide, nehme ich immer das kleine handliche elektrische Gerät, das ich mal von meinen Männern geschenkt bekam.Für die Buchskugeln ist das auch okay, aber die Hecken würden damit ewig dauern. 
Mein temporärer Gartengehilfe schwang die große elektrische Heckenschere und versuchte den Vorstellungen seiner Obergärtnerin gerecht zu werden.
Die Hecken sind inzwischen so  breit geworden, dass man kaum zwischendurch gehen kann. Obwohl ich Sohnemann ermutigt hatte ins alte Holz zu schneiden, blieb mein Gartengehilfe vorsichtig. Im Gegensatz zur Thujahecke könnte man das wagen, denn Buchs schlägt auch aus altem Holz aus. Es kann allerdings auch schief gehen, wenn nach radikalem Rückschnitt wegen 'extremer Kulturbedingungen' der Busch dennoch absterben kann. Ich zitiere aus diesem Link hier.
Und er wollte nach meinen klugsch.....n Ausführungen zur Biologie des Buchsbaumes dann doch nicht schuld daran sein, wenn der Buxus einen Schaden davon trüge..
Er hatte nämlich bereits einmal schon erlebt, wie Sonnenbrand einen frisch geschnittenen Buchsbaum ramponieren kann, als er in praller Sonne die Hecken schnitt. Aber auch damals hat sich der Buchs erholt. Vom Zünssler und den Pilzkrankheiten ist an diesen Hecken auch nichts zu sehen. Meine beim Tag der Offenen Tür in Iden neu dazu gekauften Buchse sehen auch gesund aus.
Nur das Bäumchen eines Balearenbuchses im Kübel sieht etwas angeschlagen aus, er hat nämlich rötliche Blätter entwickelt -er überwinterte im Kaltgewächshaus. Inzwischen weiß ich, dass das ein Stickstoffmangel ist. Im Frühjahr hatte ich ihn dann umgetopft, inzwischen schlägt er normal
wieder aus.
Kränkelnder panaschierter Balearenbuxus
Heute scheint schon wieder die Sonne,und ein weiterer hochsommerlicher Tag ist angebrochen. Der nördliche Teil der Republik ist bisher von diesen üblen Starkregenfällen verschont geblieben. Als ich die Bilder  und Berichte aus Braunsbach in Baden-Würtemberg im Fernsehen gesehen habe, war ich ziemlich geschockt.   Und auf Grund der globalen Erwärmung kann das überall in Deutschland passieren, wenn in kurzer Zeit das fünfache der Regenmenge wie 'normal' regional abregnet, wie dort geschehen.


Der Garten heute morgen


An der Nordgrenze unseres Garten fließt gemächlich das Tegeler Fließ dahin, ich mag gar nicht darüber nachdenken., was passiert, wenn solche Regenmassen hier eintreffen sollten. Und Elvira und Friederike, wie die aktuellen Tiefs heißen, sind noch nicht am Ende ihres Wirkens. Auch hier türmen sich vermehrt Wolken am sonst so klarblauen himmel , und es wird böiger. 
 

"Bringet mich wieder nach Hause..."

  »Hinaus in die Ferne, for'n Sechser fetten Speck, den eß ick jar zu jerne, den nimmt mir keener weg, ...