Montag, Juli 01, 2013

Wir entdecken den Naturpark Ballons des Vosges

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/Ballons_Vosges.png

Regionaler Naturpark Ballons des Vosges


Endlich Ferien. Kurz entschlossen sind wir für eine Woche Wanderzeit in die Elsässer Vogesen aufgebrochen. Hauptsache weg, wir freuten uns auf anstrengende oder weniger anstrengende Wege in der Natur.Wetter war da nebensächlich, wir wussten schon vorher, dass es in den Vogesen gerne mal abregnet, was die Wolken vom Atlantik mitbringen. "Dies liegt an der exponierten Lage der Vogesen, wodurch die Luft vom Atlantik abgefangen wird, und durch Steigungsregen einen Teil ihrer Feuchte verliert."
Ausgangspunkt für unsere Ausflüge war das Munstertal, da wo der berühmte Käse herkommt, und wo wir eine wunderbare Ferienwohnung gefunden hatten.( Wer Interesse hat kann mich anmailen)



Der Zeitpunkt für unseren Wanderurlaub - die Berliner waren die ersten, die Ferien machen duften- war genau richtig gewählt. Frühsommer auf den Wiesen und Weiden, hier blühte noch der Holunder und auf den Hochweiden der Vogesen die Ebereschen.


Windige Wiese

Klappertopf, Bärwurz, Bergfenchel, Glockenblumen, Hahnenfuß...herrliche Wiesen in voller Blüte. Und auch das für die Vogesen typische Vogesenveilchen ( Viola lutea) war überall am Wegesrand zu finden..in gelb , in blau-violett und auch in blau-weiß.

Arnika mit Käfer unbekannter Art




Wiederkäuer, die sich von uns samt Hund Sammy nicht stören ließen..



 ... Pferdchen, die sich von ihrer besten Seite zeigten....


... und les belles des Vosges ( inzwischen durch die EU geförderte die Haustierrasse des Vogesenrindes ) sahen wir auch gleich am ersten 'Wandertag' , wie auch immer wieder bei unseren weiteren Wanderungen auf den Hochweiden der Vogesen. In die habe ich mich verguckt: Was für schöne Rinder mit einer Zeichnung wie Sommersprossen und Hörnern , die stets eine schwarze Spitze haben!
Ich hätte die glatt mitnehmen können, aber leider gab's die noch nicht mal als Stofftier. Stattdessen hatte sich der Andenkenhandel auf die auch häufig vorkommenden Störche im Munstertal kapriziert, die in jedem Andenkenlädchen herumhingen. ( Ich habe noch nie so schlappe Störche gesehen).




.... Und bei unser ersten Wanderung am Sonntag zur Ferme Auberge du Lac Forlet trafen wir dann allerdings auch auf jede Menge Franzosen, die es sich trotz stürmischen Windes in der Ferme Auberge haben gut gehen lassen, wie wir dann auch. Wir waren die einzigen Deutschen weit und breit !
...Ferme Auberges- bewirtschaftete Bauernhöfe- gibt es hier überall. Man kann dort landestypische Spezialitäten verspeisen, aber auch Produkte kaufen, wie also auch den Käse des Munstertales.


 Kurz vor zwölf trafen wir bei der Ferme Auberge ein, da waren alle Terrassensitzplätze noch unbesetzt, und noch war verhältnismäßig wenig los.

Ferme Auberge Lac du Forlet
 Aber kaum war sie geöffnet, strömten aus allen Ecken Menschen ein, besetzten die Terrasse und die umliegenden Felsen für's eigene Picknick und  zur  'Repas Marcaire' oder auch nur auf ein Bier.
Wir nahmen dann auch unser Mittagsmahl bestehend aus Munsterkäse oder Bibblakass ( Quark von den schönen Kühen) mit Salat und Kartoffeln ein, zusammen mit einem Gläschen 'Pinot noir' des Elsass ..letzteres eher ungewöhnlich für uns um diese Zeit. Aber schließlich mussten wir uns auf die Woche in Frankreich einstimmen.


Auf dem Rückweg stellten wir dann fest, weshalb es so unerwartet schnell auf der Terrasse so voll wurde. Es gab einen Weg, den man auch per Auto nehmen konnte.  Da das dann auch unser Heimweg war, konnten wir dann auch die Autos zählen, die noch auf dem Weg zur Ferme waren...der aber trotzdem botanisch für mich und stöckchenmäßig für Sammy sehr interessant war.

...wird fortgesetzt..

Donnerstag, Juni 20, 2013

Rosen im Fließtal

Auf ein neues.....
Das erste Posting zum Thema ist im Nirwana verschwunden, jetzt also noch einmal alle Fotos einstellen und versuchen meine Gedanken zur Rosenblüte bei tropischen Temperaturen noch einmal neu zu sortieren.
Die karmesinrote Rose, deren Namen ich trotz vieler Hilfegesuche ich immer noch nicht kenne, entwicklet sich mehr wie eine Kletterrose. Die Triebe recken sich bis auf das begrünte Dach des
Anbaus.



Jede einzelne Blüte ist etwas anders gestaltet und der Duft dieser alten Sorte ist einmalig. Sie hat sich auch ideal zur Herstellung von Rosenkonfitüre erwiesen.

Vor dem Anbau wächst ein Sammelsurium von Pfingst- und anderen -rosen.
 

Eine der Rosen- eine Gabe aus dem Garten  meines Bruders- sieht der neben ihr wachsenden Pfingstrose 'Sarah Bernhardt' doch sehr ähnlich. Das ist die, deren Laubblätter kein Opfer der Rosenrollwespe gewesen sind.



 Über allem schwebt 'Black Lace' der geschlitzt und dunkelblättrige Holunder, der im Vergleich zu 'Guincho Purple' unglaublich dunkel wird und auch nicht so im Laufe des Sommers so stark vergrünt.


'Leonardo da Vinci' blüht diesen Sommer endlich mal so, wie ich mir das vorgestellt habe . Kordes verkauft sie als eine ' der schönsten Rosen der Welt, aber um da zuzugehören fehlt ihr der Duft. Immerhin erkenne  ich dieses Jahr die geviertelten Blüten. Sie ist wirklich eine sehr robuste Rose, die schon etliche Winter hier überstanden hat, mehrmals blüht und immer gesundes Laub hat.


Sie ist eine der wenigen mehrmals blühenden Rosen in meinem Garten, die  mit den
Standortbedingungen hier zurecht kommt. Leonardo  da Vinci ist eine Meilland Rose, und nicht wie ich zunächst dachte von Kordes. Von den Austin Rosen leben nur noch ' Leander' und 'Golden Celebration'.Letztere blüht allerdings erst im Juli.


Am Steinwall zum Nachbarn blüht die Centifolie '.'De Meaux'. mit ihren weichen Trieben liegt sie fast auf den Steinen
 

Immer noch schön 'Celsiana' , die Blüten heimgesucht von lauter winzigen Pollen fressenden Käfern, die wiederum von der Krabbenspinne.gejagt werden.


Celsiana


Am Zaun zur Straße läuft Paul's Himalayan Musk Rambler zur Höchstform auf, wir haben ihn versucht zu bändigen, indem wir die langen Triebe an einem von meinem Ehemann gebauten Gerüst horizontal aufbinden. Er hat  die restlichen dort ebenfalls gepflanzten Rosen fast überwuchert: 'Madeleine Seltzer ' hat sich mit PHM verflochten, von ' Veilchenblau' keine Spur mehr.

Madeliene Seltzer und PHM
Madeleine Seltzer


Ich vermute Silke hat mit ihrem Kommentar zu meinem ersten Postingversuch recht: Veilchenblau wird nicht über den Winter gekommen sein. Sie mickerte bereits nach dem vorletzten Winter und kam auch im Frühjahr 2012 nicht so richtig in Fahrt.

PHM

 Ghislaine de Feligonde dagegen blüht wieder üppig wie eh und je, obwohl sie im vorletzten Winter völlig zurückgefroren war und konkurriert in ihrem Wuchsverhalten mit dem dahinterstehenden Poncirus trifoliata. Beide müssen durch Schnitt gebändigt werden.

Ghislaine de Feligonde

Die kleine Kletterrose Christine Helène sieht ihr sehr ähnlich, finde ich, das ist die Rose, die ich mir aus meinem Elternhaus mitgenommen habe. Mein Vater hatte sie im Herbst vor seinem Tod  im Frühjahr noch gepflanzt.

Christine Helène

Sie soll ein R.helenae Sämling sein und dottergelb blühen. Mein Exemplar ist schon im Abblühen, das Dottergelbe kann ich nur noch ahnen.



Rosen im Fließtal,lk

Was ist denn hier geschehen, mein Beitrag ist weg., und zwar total. Wiederherstellen geht nicht. Na super, dann werde ich heute abend das ganze noch einmal verfassen . Und wie kommt das lk in den Titel?

Dienstag, Juni 18, 2013

Uckermark-Rosen


Ferdinand Prichard

Rosen, Rosen, Rosen...der Schaugarten des Radekower Bioland Rosenhofes präsentierte sich in Vollblüte. Aber auch dem uckermärkischen Rosenhof- Garten sah man, dass er einigen wetterlichen Zumutungen ausgesetzt war. Der Wind hatte die Pfingstrosen ebenso abstürzen lassen wie die in meinem Garten.
Bis auf ' Pink  und White Grootendorst' , die etwas vom Wind zerzaust aussahen, waren die Rosen hier aber perfekt!






Der Garten ist formal angelegt angelegt, von Hainbuchen-Hecken begrenzt, die einzelnen Beete meistens von Buchsbaum . Es gibt Buchsbaumpaterres und einen Duft-Senkgarten, natürlich einen kleinen Laubengang...alles, was der Rosenlieberhaber sich wünscht.




Der Duft-Senkgarten
Es interssiert mich in Rosengärten immer besonders zu sehen, welche Rosenbegleitpflanzen ausgewählt werden.
Als ich vor zwanzig Jahren anfing mit Rosen zu gärtnern, waren britische Rosenbücher meine Hauptinspirationsquelle...das Netz gab's da für mich noch nicht. Mir imponierten schon damals die riesigen Crambe cordifolia Pflanzenfotos, die ich mir dann von einem meiner Besuche in Gärtnereien auf der Insel auch mitbrachte. Sie ähneln ein wenig dem Schleierkraut, von dem meine Großmutter ihre Rosen begleiten ließ, waren aber viel größer.



In meinem Garten waren sie dann aber leider die Leibspeise der Schnecken, ständig durchlöchert. Und nach ein paar Wintern war es dann auch dahin mit meiner Riesen-Schleierkrautseeligkeit. Sie mögen keine Winterfeuchtigkeit.
Im Radekower Garten sahen die Pflanzen aber sehr gesund aus...bis auf eine. Natürlich entgeht mir so etwas nicht. 'Gertrude Jekyll' daneben nahm es gelassen hin, dass ihre Begleiterin etwas gespreckelt aussah.

Gertrude Jekyll

Interessant auch die Kombination von Rose de Resht mit Mentha spicata var. crispa, die gekräuselte Blätter hat. Wer wird da wohl gewinnen, die Minze oder die Rose? Ich tippe auf die unverwüstliche Rose, die noch ein wenig wachsen wird.
Naja die Rosenpflanze ist noch sehr jung, wie übrigens die Rosengärtnerin auch ( siehe Foto).



Ich entdeckte noch weiteres typisches britisches 'Gartenzubehör':  nämlich die Weidenblättrige Birne  'Pyrus salicifolia'   mit ihren silbrigen Blättern.

links: Crambe rechts: Pyrus
vorne linke: Pyrus
 Schön wild war auch die Kombination von  Rosen, die aussahen wie die typischen 'Austin-Rosen' aber keine waren ( ich habe den Namen vergessen) in Kombination mit weißen Spornblumen.





Ich verstehe jetzt auch, wenn ich in manchen Büchern lese, dass 'Constance Spry' ein Muss ist für den Rosengarten sei, Diese Sorte gehört zu den ersten von Austin gezüchteten Rosen und macht schon allein durch ihre Größe ordentlich was her. Und dieser Duft.....



Constance Spry




Die Gesundheit der Rosen war beeindruckend, ich habe nur an ganz wenigen Pflanzen Krankheitszeichen entdeckt.
Andererseits auch in meinem Garten sind die Blätter meiner Rosen in diesem Jahr beeindruckend gesund, die Rosenblattrollwespe hat nur an ganz wenigen Sorten zugeschlagen. Und der Sternrusstau kommt sowieso erst meistens im Herbst.


Aber sicher liegt das auch am Mist dieser Tiere (Foto) mit dem die Pflanzen gedüngt werden.  Auf den Schnittrosenfeldern konnte ich noch sehen, wie  die Wurzeln regelrecht mit Pferdeäpfeln abgemulcht waren.


Mein Yorkshireman erzählte mir, dass er sich erinnern kann, dass zu seinen Kinderzeiten im Herbst vor jedem Wohnhaus eine Fuhre Pferdemist abgekippt lag.  Yorkshire-Rosen wurden mit Pferdeäpfeln gedüngt. Dabei habe ich immer angenommen, dass diese Art von Mist zu hitzig ist und die Pflanzen schädigt.


Vielleicht sollte ich das auch probieren. Bisher hatte ich immer Rindermist-Pellets zum Düngen genommen.
Sicherlich will der eine oder andere nun wissen, welche Rosen denn in den Kofferraum wanderten.
Da wäre einmal Madame Knorr ( Foto oben), eine krankheitsresistente duftende Portlandrose, die hoffentlich wirklich durchblüht.  Dann natürlich der bereits im vorhergehenden Posting genannte Rambler 'Ayshire Queen' für den allerdings noch Platz geschaffen werden muss. " ‘Ayshire Queen‘ ist vital, winterhart und wächst über 10 m lang."

Ayshire Queen
Und auch mein GG hat sich eine Rose  ausgesucht in seiner Rosenlieblingsfarbe:  'Chippendale', die man auch überall in den hübsch gebundenen Sträußen auf den Tischen bewundern konnte.





Aber wieso muss ich  an die 'Chippendales' denken, dabei ist diese Rose garantiert nach dem  George McCartney Chippendale (1921–2010), Australian botanist and phytogeograph benannt worden, oder?


Frühlingserwachen zum ersten...zum zweiten...und zum dritten?

Endlich scheint der Frühling sich entschlossen haben doch noch ins Land zu ziehen. Die öden und deprimierenden Tage und Nächte des Kah...