Samstag, Oktober 13, 2012

Im Triasland


Frau und ihr Hund sind aus dem Triasland wieder zurück in der heimischen brandenburgischen Streusandbüchse. Es folgt ein (möglichst) kurzer Bericht meiner Eindrücke .
Mein Fazit: Ich muss der Aussage in diesem Link recht geben, dass der Saale-Unstrut-Kreis ein schöner deutscher Landstrich ist, für mich vor allem, weil hier Kultur und Natur eng miteinander verwoben sind. Leider habe ich nicht genügend Zeit gehabt, um all die Dinge zu erwandern und anzuschauen, die ich mir im Vorfeld erlesen hatte. Vorgenommen habe ich mir deshalb noch einmal zurückzukommen, um die so artenreiche Trockenrasen-Vegetation mir noch einmal im Frühsommer anzuschauen.
"Im Erdzeitalter der Trias vor ca. 200 Millionen Jahren war die heutige Region von einem tropischen Meer überflutet. Die Rückstände der dort lebenden Korallen und Schalentiere bilden im Zentrum der Region die Grundlagen für die Geografie, Geologie und die Ökologie. Alle drei Aspekte wiederum waren Bedingung und Voraussetzung für die Kultur, die Geschichte und auch die Gegenwart an Saale und Unstrut."
aus http: //www.wanderkompass.de/wanderregion/saale-unstrut/wandern-in-der-region-saale-unstrut.html
Letztes Jahr um diese Zeit war ich in der Toskana, das Ferienhaus, das wir gemietet hatten stand in 1000m Höhe über dem Tal, auf das wir hinabschauen konnten. Dieses Jahr waren wir ebenfalls in einem kleinen Ferienhaus - zwar nicht ganz so hoch- auf einem der über der Unstrut liegenden Hügel.

Und irgendwie kam mir bei meinem Aufenthalt in dieser sanft hügligen Landschaft häufig dieses Toskana-Feeling auf,  die vom Jugendstil-Künstler Max Klinger auch als 'Toskana des Nordens' genannt worden war, der hier in Großjena sein Haus hatte. 
Das habe ich mir nicht angeschaut, wohl aber eine weitere Sehenswürdigkeit in Großjena: Die barocken Felsreliefs ' Steinernes Album' genannt, die 1722 der Hofjuwelier des Herzogs von Sachsen-Weißenfels in den Buntsandstein hauen ließ.  Es zeigt Szenen aus dem Alten Testament, die alle in irgendeiner Form mit dem Thema Wein zu tun haben oder dem Herzog huldigen.


Eigentlich liegt die klimatische Grenze für den Weinbau bei 50°nördlicher Breite, das Saale-Unstrut Gebiet liegt auf dem 51. Breitengrad , ist aber Weinregion und hat eine tausendjährige Weinbautradition und ist das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Deutschlands.. Möglich ist das wegen vorteilhafter mikroklimatischer Bedingungen, dem schnell erwärmbaren Boden aus Muschelkalk und den auf dem Foto erkennbaren Buntsandstein mit steilen Hängen und Terrassen.
Muschelkalk



Schweigenberge/ Freyburg

Sehenswert sind die Winzerhäuschen an den terrassierten Hängen der Schweigenberge zwischen Zscheiplitz und Freyburg. Manche erinnerten in ihrem Bau nach einer Renovierung wieder an die Toskana, andere trugen immer noch  den grauen DDR-Rauputz.
 Mancher Anblick ließ einen Hauch von DDR-Grenzromantik (?!) aufkommen , so wie dieser recycelte Streckmetall Zaun der ehemaligen 'Friedensgrenze.'

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 Die Weinberge sind übrigens nicht begehbar wie in anderen Weinbauregionen Deutschlands, sondern gut gesichert gegen jeglichen Eindringling.




 Übrigens soll schon Goethe hier im Schweigenberg einen guten Tropfen zu sich genommen haben.

Wir trafen bei unserer Wanderung von Zscheiplitz nach Freyburg am Samstag auf eine offene Straußwirtschaft, wo wir Federweißen trinkend der Weinlese zuschauen konnten.


Fortsetzung folgt

Donnerstag, Oktober 11, 2012

Auf dem Rückweg

Wir sind auf dem Rückweg. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Da ich mich entschieden hatte, nicht durch Berlin zu fahren-die Avus wird umgebaut - ging es über den westlichen Ring...und da konnte ich mir nicht verkneifen bei K.F. Vorbeischauen. Ausführliche herbstliche Fotoschau gibt es, wenn ich wieder zuhause bin.



Mittwoch, Oktober 10, 2012

Frisch und frei

Heute morgen schien zum ersten Mal keine Sonne hier, auch in diesem kleinklimatisch relativ begünstigtem Raum hatten wir morgens Temperaturen von knapp über dem Nullpunkt . Also machten wir heute morgen nur einen Hundespaziergang im uns umgebenden Wald und anschließend ging es in die Stadt zu Friedrich Ludwig und  Rotkäppchen.
Jetzt wissen sicher alle,
wo wir uns aufhalten





Dienstag, Oktober 09, 2012

In der Mitte unserer Republik

Schon erraten, wo wir wandern?
Hier ein paar Fotos, die zeigen, wo wir zwei Frauen samt zwei Hunden die Gegend erkunden.




Sonntag, Oktober 07, 2012

Wanderwetter

Dem Regen entronnen! Genau in der Mitte unserer beiden Wohnorte habe ich mich mit meiner Schwester zum Wandern getroffen. In der Nacht hat es zwar auch hier geregnet und es hat sich deutlich abgekühlt, aber heute morgen schien schon wieder die Sonne und wir erkundeten die Gegend.
(per Handy)



Dienstag, Oktober 02, 2012

Noch ein goldener Oktobertag

Mein Hundespaziergang ist immer ziemlich früh, heute machte ich ihn in einer noch durch den leichten Bodennebel verzauberten Standrandlandschaft. Die Sonne strahlte schon, es war fast acht Uhr als ich in den Arkenbergen ankam. Ich dachte, ich hätte das Gebiet dort allein, da irrte ich mich  gewaltig.. Der Parkplatz war bereits voll, und ich traf dort unverhältnismäßig viele Walker, Radfahrer und Hunde samt ihrer Menschen. Die hatten wohl alle die Wetternachrichten gehört und wollten den letzen Tag des goldenen Oktobers genießen. Morgen soll's sich bewölken und regnen auch.
Berlins einziges Windrad

Nachdem sich der Nebel verzogen hatte wurde es einzigartig schön.  Am späten Nachmittag ließen sich sogar die bereits vermissten Schmetterlinge im Garten sehen. Bevorzugtes Ziel war dabei der blühende Efeu, der den Holzzaun zum Nachbarn berankt. Er blüht dort das erste Jahr, hat also seine Altersform erreicht...und wird immer invasiver. Ich habe dann auch gleich begonnen, die langen Triebe, die zu uns herüberwachsen, abzuschneiden.


Der Admiral tankt Energie für den Abflug Richtung Süden. Er gehört zu den Wanderfaltern,
die im Frühsommer aus Südeuropa zu uns einwandern. Diese Falter erzeugen dann bei hier eine im Hochsommer fliegende Nachfolgegeneration. Einzelne dieser Falter versuchen dann Ende September/ Anfang Oktober eine Rückwanderung. 





Auch auf  'Alma Pötschke' und der 'Lemon Queen' ließen die drei Exemplare nieder, die im Garten herumflatterten. Auch ein Pfauenauge ließ sich blicken, das so aussah als ob es gerade so einem hungrigen Vogel entronnen war.



Sonntag, September 30, 2012

Sonniger Herbst

Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite....und ich habe Ferien. Der Garten schreit geradezu nach Pflege, ich lass es aber langsam angehen. Heute habe ich mich zunächst nur auf inspizieren , fotografieren und ernten beschränkt.



Eine der langlebigsten und zuverlässigsten Stauden ist die Raublattaster 'Alma Pötschke'. Die hat sich sogar in einer Pflasterfuge ausgesät, wo sie jetzt das dritte Jahr steht und blüht. Die Quitten sind erntereif, darunter rankt eine Clematis ebenfalls Richtung Weg, rücksichtsvoll steigen wir drüber und machen einen Bogen um das natürliche Arrangement...


Die Pfingstrosen haben schon ihre typische Herbstfärbung; der Cornus kousa chinensis daneben hatte in den Vorjahren durchaus mal die versprochene 'spektakuläre' Laubblattfärbung, dieses Jahr sehen die Laubblätter kränklich aus. Die verbräunen von den Blattspitzen aus, ist das nun schon krank, oder ein Hinweis auf irgendeine wetterbedingte physiologische Störung, Düngermangel, oder was?


Erfreulich wie jedes Jahr der kugelrunde Viburnum opulus 'nana' , der ebenfalls auf Blattfärbung umstellt.

 Hortensie 'Annabelle' vergrünt im Herbst, was mir fast besser gefällt, wie die eigentliche Farbtönung der Hochblätter. Schade, dass man sie so nicht konservieren kann.


Helianthus 'Lemon Queen' leuchtet in der Herbstsonne und ist bei diesem Wetter der Magnet für Hautflügler und den einen oder anderen Käfer.Nur die Schmetterlinge fehlen in diesem Herbst, ob sich noch einige einfinden werden?





Es wird Zeit die Kübelpflanzen reinzuholen, heute habe ich zunächst meine Kakteen reingeschafft. Einige begleiten mich schon mein halbes Leben, es wär schade, wenn sie vom ersten Nachtfrost dahingerafft würden. Demnächst geht's ein paar Tage zum Wanderurlaub mit meinem Schwesterherz,  da will ich nicht meinen Allerliebsten in Alarm versetzen müssen, wenn's plötzlich frostig wird.


Samstag, September 22, 2012

Chili and Paste


Aus Majorahn's Rezepte Fundus die Chilipaste, aus Kraut und Rüben ein Balsamico-Zucchini Relish und dann noch schnell beim Chiliblog das Rezept für Chilisalz kopiert. Am WE wurde verarbeitet, was der Garten momentan so hergibt und dank Suchmaschine findet man ganz schnell passende Vorschläge zur Verarbeitung.
Ich stelle mal wieder fest, dass ich viel zu viele Chilis ernten konnte, mehr als ich jemals in einem Jahr verbrauche.

Für das Chilisalz musste man die Samenkörner herauspolken, glücklicherweise fand ich noch ein paar Einmalhandschuhe für die Arbeit, dennoch spürte ich die Schärfe der Schoten beim Einatmen. Und diese 'Beeren' ( botanisch gesehen) hatten es in sich, es gab reichlich Samenkörner und durchdringende Schärfe. Bei den Fernsehköchen sieht das Herausnehmen mit dem Messer immer so einfach und schnell aus, diese relativ kleinen und kernreichen Chilis erforderten geduldige Feinarbeit.

Beim Shreddern mit Meersalz entstand ein wunderschönes Rot, anschließend noch etwas auf dem Dörrgerät trocknen und schon war die Schärfe (?!) diese Sommers eingefangen und konserviert.

Außerdem gibt es im Topf noch eine weitere Chilipflanze, dessen Früchte von grün über rot-violett-schwarz nach gelb abreifen, bei der ich mich frage, was mich bewogen hat, diese Sorte anzuziehen. Die Früchte sind mal gerade erbsengroß, könnten ja wenigstens dekorativen Wert haben, wenn ich nicht vergessen hätte ihn regelmäßig zu düngen, die Blätter sehen schon ziemlich mangelernährt aus.
Den Topf habe ich jetzt ins unbeheizte Gewächshaus gestellt um die eigentlich ja mehrjähige Pflanze wenigstens ein wenig von den inzwischen schon ziemlich empfindlich kalten Nächten ein wenig zu schützen. Die letzten Nächte sank die Temperatur hier schon auf 3°C. 

PS. Dieser Beitrag wurde bereits am letzten WE  erstellt, aber vor lauter Arbeitsstress, habe ich erst eben bemerkt, dass er in der 'Entwurfsabteilung' feststeckte.









Samstag, September 15, 2012

Still und geduldig



 The spider as an artist

The spider as an artist
Has never been employed 
Though his surpassing merit
Is freely certified
By every broom and Bridget
Throughout a Christian land.
Neglected son of genius,
I take thee by the hand.
 
Emily Dickinson

Woher kommt eigentlich diese völlig irrationale Angst vieler meiner mitteleuropäischen Mitmenschen vor Spinnen?
Schließlich gibt es in unseren Breiten weder 'Schwarze Witwen' noch



'Rotrückenspinnen', die dem Menschen wirklich gefährlich werden könnten.

Aber immerhin gibt es hier in meiner näheren Umgebung in Brandenburg den Ammen-Dornfinger, der eigentlich warm gemäßigte bis subtropische Zonen bevorzugte, aber seit 1990 dank der Klimaerwärmung im Vormarsch ist. Seine Brutgespinste finden sich auch im nahe gelegenen Hundeauslaufgebiet....dort gibt's nämlich auch reichlich Bestände des Land-Reitgrases,

"Ammen-Dornfinger zeigen dabei zumindest regional eine deutliche Präferenz für Bestände des Land-Reitgrases".sagt Wikipedia
Ob das all die Berliner Hundebesitzer wissen, die aus dem Märkischen Viertel oder sonstwoher anreisen? Uhhhhh......Fast immer stellt sich an der Bissstelle nach einigen Minuten ein brennender Schmerz ein. Diese Schmerzen dehnen sich dann innerhalb von Minuten oder einigen Stunden auf die gesamte gebissene Gliedmaße aus.....( Wikipedia)



Momentan gewähre ich einer Garten-Kreuzspinne Asyl, die völlig lautlos und geduldig von mir zunächst unbemerkt in einer Ecke meiner Küche ihr Radnetz gesponnen hat. Ich habe mich herabgelassen sie zu dulden' I take thee by the hand' und beobachte ihr stilles Treiben. Sie fängt allerdings ohne 'venturing' und ohne' explore the vacant' die eindringenden Mücken und Fliegen weg.

Frühlingserwachen zum ersten...zum zweiten...und zum dritten?

Endlich scheint der Frühling sich entschlossen haben doch noch ins Land zu ziehen. Die öden und deprimierenden Tage und Nächte des Kah...